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Naturdorf Eickhof : Unterwegs auf der Bienenstraße

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Radtour von Schwerin über das Naturdorf Eickhof nach Plau am See / Projekt soll auf Zustand der bedrohten Tiere aufmerksam machen

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Das Thema Bienen steht in MV immer wieder im Fokus, denn die nützlichen Tierchen sind stark gefährdet. Selbst Wildbienen sind bereits weltweit vom Aussterben bedroht. In Mecklenburg hat sich der Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet (LSE) der Thematik angenommen, möchte die Haltung anregen und dafür werben.

In einer Gemeinschaft von derzeit elf Akteuren, wie beispielsweise der Naturpark Sternberger Seenland und sein Förderverein, sowie der Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide, der Landesverband der Imker in MV, aber auch Bienenhüterin Rita Klammer aus Brüel sowie das Naturdorf Eickhof in Zusammenarbeit mit dem Tourismusanbieter Sven-Erik Muskulus rücken die Bienen in den Fokus der Region zwischen den Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner Schwinzer Heide. Gemeinsam haben sie das Projekt Bienenstraße ins Leben gerufen. Derzeit sind Touristiker dabei, zwischen Schwerin – Cambs – Sternberg – Brüel -Warin – Qualitz – Eickhof – Groß Raden – Dobbertin – Alt Sammit bis hin nach Plau am See diese Bienenstraße aufzubauen und touristisch zu vermarkten.

Brit Abeln und Sven-Erik Muskulus werden in diesem Jahr ganz konkret, denn sie wollen dem Urlauber, aber auch einheimischen Radelfreunden, die Bienenstraße mit Fahrradtouren nahebringen. Sie bieten unter dem Motto „Mit dem Fahrrad durch zwei der schönsten Naturparke Mecklenburgs – Auf der Bienenstraße unterwegs“ mehrere Routen an, die man über mehrere Tage mit Übernachtung, aber auch einzeln abfahren kann. So wird der Start in Schwerin empfohlen und über 31 Kilometer geht es bis nach Golchen. Entlang dieses Weges gibt es verschiedene Infopunkte, wo man eine Menge über die Biene und deren Abhängigkeit von einer heilen Landschaft erfahren kann. Etappenziel wäre dann der Golchener Hof mit Bauer Korl – dem Macker vom Acker. Die nächsten 27 Kilometer führen von Golchen über Brüel, wo ein Besuch des Natur-Erlebnis-Gartens der Familie Klammer mit seiner Schauimkerei empfohlen wird, über Warin, wo im Naturparkzentrum Sternberger Seenland nicht nur Ausstellungen zu erleben sind, sondern auch ein Bienenstock. Weiter geht es zum Naturdorf Eickhof, wo man einen beschilderten Lehrpfad zur Artenvielfalt mit Streuobstwiese, alten Obstsorten und Wildblumen besuchen kann. Hier kann man seinen Aufenthalt noch mit einer Kanutour oder einer Kremserfahrt erweitern.

Nun folgen 33 Kilometer vom Seenland in die Heide, also von Eickhof nach Dobbertin. Ein Abstecher zum Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden, der neben der Slawenburg, dem archäologischen Museum auch einen kleinen Kräutergarten als Anziehungspunkt für die Bienen aufzuweisen hat. Die abwechslungsreiche Strecke führt über Below mit leckeren Marmeladen am Straßenrand nach Dobbertin, wo man Klosteranlage, Kirche und Park besuchen kann und sogar eine gemütliche Schiffsrundfahrt möglich ist.

Die letzte Etappe nach Plau am See ist mit 50 Kilometern die längste. Auch auf dieser Strecke werden viele Anregungen zu Besichtigungen gegeben. Zum Beispiel kann sich in Quetzin über die Imkerei in der Region informiert und regionale Produkte erworben werden.

Die Bienenstraße zwischen den Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner Schwinzer Heide kann sowohl mit normalen Rädern als auch mit E-Bikes befahren werden. Für letztere könnte die Route auch verlängert werden. Ab dem 1. Mai wird es ein Fahrrad-Ausleihstation von „Wanderer“ im Naturdorf Eickhof geben, über die ab sofort auch gebucht werden kann.

Übrigens, wer auf Bienenstraßentour gehen möchte, sollte noch wissen, dass das Gepäck zu den jeweiligen Übernachtungsorten vortransportiert wird und Infomaterial und Kartenmaterial zur Bienenstraße werden selbstverständlich auch mitgeliefert. Für E-Bikes bzw. E-Autos wird es demnächst auch eine Aufladestation im Naturdorf geben.

Das Projekt Bienenstraße wird von der EU, der Umweltlotterie Bingo, Leader und aus weiteren Töpfen gefördert.


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