Bützow : Unterricht mit geöffneten Türen

Zehn Kinder aus der Kita Gänseblümchen in Tarnow ließen sich durch die Grundschule am Schlossplatz und den Hort führen. Im Klassenzimmer der 1a wurde die „Bienengruppe“ prompt in den Unterricht einbezogen.
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Zehn Kinder aus der Kita Gänseblümchen in Tarnow ließen sich durch die Grundschule am Schlossplatz und den Hort führen. Im Klassenzimmer der 1a wurde die „Bienengruppe“ prompt in den Unterricht einbezogen.

Grundschule am Schlossplatz und Hort luden gestern ein, die gemeinsamen Räumlichkeiten in Bützow unter die Lupe zu nehmen

svz.de von
28. September 2017, 12:00 Uhr

Unterricht und alle können dabei zusehen? In der Grundschule am Schlossplatz in Bützow war dies gestern der Fall. Sie führte gemeinsam mit dem Hort einen Tag der offenen Tür durch. Die Einrichtungen luden Interessierte ein, sich die Räumlichkeiten anzuschauen.

Dieses Angebot nutzte beispielsweise die „Bienengruppe“ der Tarnower Kita Gänseblümchen. Zehn kleine Bienchen fuhren in die Warnowstadt und ließen sich von Viertklässlern alles ganz genau zeigen und erklären. Im Klassenraum der 1a bezog Lehrerin Angela Leopold die Tarnower gleich mit in den Unterricht ein. Sie fragte die Vorschüler nach den Vornamen. Dann waren die Erstklässler gefragt. Wie lautet der Anfangsbuchstabe von Lina? „LLLLLLLLLLLLina“, sagte Angela Leopold. Es sollte ja auch nicht zu schwer sein für die frisch gebackenen Abc-Schützen. Die Tarnower durften dann mit dem Zeigestock auf das jeweilige Bild an der Wand zeigen, mit dem sich die Buchstaben besser einprägen sollen.

Doris Christens, Leiterin der „Bienengruppe“, begleitete die zehn kleinen Tarnower. Ein Besuch der Grundschule sei bereits Tradition. „Das geht über die Vorstellungen der Kinder hinaus“, sagt sie über die Eindrücke, die die Kleinen gewinnen. Man könne viel erzählen. Es aber selbst zu sehen, wie die Schüler beispielsweise in Reihen sitzen, sei etwas Besonderes.

Gleich im Eingangsbereich standen die beiden Einrichtungsleiterinnen Silke Beuster (Grundschule) und Doris Suhrcke (Hort) bereit. Besucher sollten gleich die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Neben den beiden standen Viertklässler bereit, die die Besucher herumführten. Darunter auch Kinder mit Migrationshintergrund, die seit zwei Jahren die Schule besuchen. „In der Zeit haben sie die deutsche Sprache so gut gelernt, dass sie sicher die Schule vorstellen konnten“, so Silke Beuster.

Viele Fragen hätten die Besucher jedoch noch nicht gehabt, erklärt Silke Beuster. Es werde erst einmal Kontakt hergestellt. Wichtig sei es auch, den Neugierigen „belebte Räume“ zu sehen, besonders für Kita-Kinder sei das schön. Die Besucher, ob Groß oder Klein, konnten sich alles ansehen und im Unterricht sogar mitmachen.

Auch der Hort stellte sich und seine Räumlichkeiten vor. Der ganze Freizeitbereich stand offen. Und dort sollten die kleinen Besucher auch aktiv werden. In den Funktionsräumen konnte gebastelt und bei Oliver Mauck beispielsweise mit Klangröhren nach Farben musiziert werden.

„Die Besucher sollten unser ganzheitliches Konzept erleben“, sagt Doris Suhrcke. Schule und Hort unter einem Dach – das sei sehr selten und einmalig. „Das hat nicht jeder“, so die Hortleiterin. Die Stadt als Träger sei dafür nur zu loben. „Allein die Freizeitanlage ist ein Gedicht.“

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