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Bützower Zeitung

17. November 2017 | 20:41 Uhr

Tourismus : Über Umwege nun mit im Boot

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Stadt Bützow beteiligt sich als Gesellschafter an der Warnow Tourismus GmbH.

von
erstellt am 16.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Die Stadt Bützow tritt der Warnow Tourismus GmbH bei, das beschlossen die Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich. Dazu werden 20 Prozent der Gesellschaftsanteile für 5000 Euro erworben. Zudem beteiligt sich die Stadt in Form einer Anschubfinanzierung in Höhe von 2400 Euro jährlich. Damit ist nun auch Bützow im Boot in Sachen Warnow-Schifffahrt. Der Weg zu dieser Entscheidung war jedoch zunächst holprig. Schon vor einem Monat hätte der Punkt im Gremium beraten werden können. Weil er aber nicht auf der Tagesordnung stand und kurzfristig behandelt hätte werden müssen, entschied eine knappe Mehrheit der Stadtvertreter den Punkt zu vertagen.

Konkret geht es um die Schifffahrt auf der Warnow mit dem neuen Trimaran, der bereits beim Heringsfest in Schwaan und dem Frühlingsfest in Bützow zum Einsatz kam. Betrieben wird das Schiff von der Warnow Tourismus GmbH, die von Privatinvestoren gegründet wurde. Die Stadt Schwaan hat ihren Beitritt bereits vor gut einem Monat beschlossen und beteiligt sich ebenfalls mit 20 Prozent.

„Für Bützower und Schwaaner ist das wirklich wichtig“, betonte der Geschäftsführer der GmbH, Dr. Uwe Heinze, bei der Sitzung. Bei dem Projekt gehe es auch nicht um Profit, sondern darum, die Schifffahrt auf der Warnow aufrecht zu erhalten und Bürgern und Touristen ein attraktives Angebot zu schaffen.

Wolfgang Wehrmann stellte in Frage, ob die Stadt sich als Gesellschafter am Risiko beteiligen solle. „Es ist nicht nötig, dass Sie Gesellschaftsanteile erwerben. – Aber dann haben sie auch nichts zu sagen“, gab Heinze zu bedenken. Die Stadt habe nur als Teilhaber auch das Recht an Entscheidungen mitzuwirken. Frank Schröder, Fraktionsvorsitzender der CDU, sprach sich ganz klar gegen den Beitritt aus. „Ich persönlich zweifle die Rentabilitätsrechnung an“, sagte er. Stattdessen solle die Stadt sich auf eine Anschubfinanzierung beschränken.

Ein fragwürdiger Sinneswandel, befand Bürgermeister Christian Grüschow, sei die CDU vor wenigen Monaten doch noch geschlossen für das Projekt gewesen. Sich nur finanziell und nicht als Teilhaber einzubringen würde zudem auch für den weiteren Verlauf der Schifffahrt ein fatales Signal senden, so Grüschow. Denn auf lange Sicht solle die Strecke Bützow-Schwaan nach Rostock erweitert werden. Die beantragten Gelder für eine Machbarkeitsstudie würden jedoch womöglich verwehrt, wenn die Stadt sich so vage positioniert.

Andere Stadtvertreter sprachen sich sehr deutlich dafür aus, sich der Gesellschaft anzuschließen.

Man habe sich immer bemüht, ein Alleinstellungsmerkmal herauszukitzeln, sagte Thomas Drewes (Linke). „Jetzt haben wir eine Möglichkeit“, erklärte Drewes und: „Wir sollten hier jetzt Nägel mit Köpfen machen“, sei das Projekt ein Zugewinn für das Stadt-Image. „Ich bin unbedingt der Meinung, dass wir beitreten müssen“, pflichtete Eckhard Knoll (CDU) bei.

Auch Stephan Meyer (CDU) warb für Unterstützung. „Es ist ein deutliches Zeichen, dass es von uns mitgetragen wird.“

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