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Nach dem Tornado : Über den Dächern Bützows im Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Feuerwehrleute der Region sichern die Innenstadt. Viele Kameraden selbst auch betroffen.

svz.de von
erstellt am 07.Mai.2015 | 22:00 Uhr

Tag zwei der Aufräumarbeiten nach dem Tornado. Bereits seit Mittwoch Abend sind die Straßen größtenteils frei geräumt, doch an eine Pause ist noch lange nicht zu denken.

„Am Abend gab es wieder stärkeren Wind und einige lose Dachziegel sind heruntergefallen“, sagt Frank Dreyer von der Freiwilligen Feuerwehr Bützow. Er und viele seiner Blaurock-Kollegen sind freiwillig vor Ort, um zu helfen. „Von unserem Arbeitgeber haben wir frei bekommen und kommen deshalb zum Helfen.“

Zahlreiche Drehleitern und Arbeitsbühnen entlang der Hauptverkehrsader im Herzen Bützows boten zeitweise ein befremdliches Bild. Überall stiegen Feuerwehrleute, gesichert an Seilen, auf die Dächer. Sie sammelten herumliegende und lose Ziegel in Eimern und prüften Ziegelstein für Ziegelstein. Aufgabe der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren war es gestern, vor allem die Häuser der Langestraße bis zum Abend zu sichern. „Von unten sieht man oft gar nicht, wie viele der Dachziegel tatsächlich lose sind“, erklärt der 60-Jährige.

Bis zu 30 Meter hoch kann die Drehleiter der Berufsfeuerwehr ausgefahren werden. Hoch genug, um sich insgesamt einen besseren Überblick über die Lage zu verschaffen.

So schön wie einst ist der Blick jedoch nicht. Aber auf den meisten der kaputten Dächer sind bereits fleißige Helfer zugange. „Gott sei Dank gibt es so viel Solidarität unter den Menschen“, zeigt sich Frank Dreyer begeistert vom Engagement der Bürger. Viele kämen von sich aus auf die Feuerwehr zu und würden ihre Hilfe oder Gerätschaften anbieten. Doch so sehr sich der Bützower auch für andere engagiert, so ist er trotzdem selbst betroffen. Sein Garten ist komplett zerstört und über hunderte Meter „verteilt“. „Nach der Arbeit hier wartet dann die Arbeit zu Hause.“ Gestern waren er und seine Helfer bis 20 Uhr im Einsatz. Heute sind sie bis 18 Uhr eingeplant, bleiben aber gerne länger, wenn es noch etwas zu tun gibt.

 

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