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Bützower Zeitung

20. September 2017 | 02:21 Uhr

Bützow : Über das eigene Spiegelbild gelacht

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Norbert Leisegang, Sänger und Frontmann der Band Keimzeit, hat keinen Fernseher und möchte kochen können

von
erstellt am 15.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Ein Sommer ohne ein Keimzeit-Konzert in Bützow ist kein richtiger Sommer. Dafür sorgt seit nunmehr 27 Jahren Jörg Quandt, Musikmanager im Nebenberuf. Und nicht nur der Neuendorfer ist jedes Jahr heiß auf dieses Wochenende mit den Bandmitgliedern um Frontmann Norbert Leisegang, die längst zu guten Freunden geworden sind. Auch viele Bützower und Fans der Band aus nah und fern strömen alljährlich in die Warnowstadt, um die bekannten und neuen Songs zu hören. 23 Jahre lang bot dabei die romantische Atmosphäre der Alten Badeanstalt am Bützower See das Ambiente. Dann, als die Einrichtung schloss, musste Quandt 2014 schweren Herzens einmal das Konzert ausfallen lassen. Seit 2015 nun wird die Badeanstalt am Rühner See zum Konzertsaal. Auch dort fühlen sich die Musiker und Fans wohl. Dafür sorgt Pächter Olaf Magunsky, sagt Jörg Quandt. So wird es auch in genau einer Woche wieder sein.

Am 22. Juli um 21 Uhr geht es los. Dann beginnt das Konzert mit dem 56-jährigen Norbert Leisegang und seiner Band. Und garantiert wird dann irgendwann an diesem Abend auch wieder das „Klingklang“ über den Rühn See „schweben“.

SVZ Reporter Ralf Badenschier stellte Norbert Leisegang die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
An der Havel in Potsdam West, dort wo die Fischreiher sind.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

In Potsdam würde ich alles so belassen, wie es gerade ist. Ändert man willkürlich eines, so wundert man sich, was das nach sich zieht.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

In der Turnhalle auf dem Trampolin.


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Meinen ersten Lohn bekam ich fürs Kartoffelnauflesen. Ich muss etwa zehn Jahre alt gewesen sein.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Ausgegeben hatte ich das Geld für neue Gitarrensaiten.


Was würden Sie gerne können?

Kochen.


Was stört Sie an anderen?

Wenn mich etwas an anderen stört, dann ist es oft ein Mangel meinerseits. Schwer zu sagen, wo ich da anfangen sollte.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Heute Morgen, als ich mich im Spiegel sah.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich habe an meinem Spiegelbild nichts verändert.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Helden hatte ich als Kind viele. Die meisten gingen mir mit der Zeit verloren. Heute sind es aus meiner Sicht diejenigen, die selbstlos anderen helfen.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Fontanes „Irrungen und Wirrungen“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Dazu müsste ich mir erst einmal einen Fernseher kaufen.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Mit beidem kann man mich jagen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Bodo, ein Freund meiner Kindheit. Habe ihn Jahre nicht gesehen.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Kochen, wie gesagt, würde ich gern können.


Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Als wir mit Keimzeit das erste Mal „Flugzeug ohne Räder“ spielten, war plötzlich die gesamte Tanzfläche voller Menschen. Das war, irgendwann in den Achtzigern, ein erhebendes Gefühl.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Meine erste Gitarre bekam ich mit 10 von meinen Eltern geschenkt. Eine Konzertgitarre mit Nylonsaiten. Die Nylonsaiten ersetzte ich kurzerhand durch Stahlsaiten. Das klang gleich lauter und moderner. Allerdings nahm mir das die zarte Gitarre übel und verspannte sich.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Darüber müsste ich mal nachdenken.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?

Mal sehen, was mich dann antreibt. Als Musiker entscheidet man zum Glück selbst, wann es in die Rente geht.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Auf die Antworten meiner Bandkollegen wäre ich gespannt.

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