Bützow : Tütenmuseum im Ratsarmenhaus?

<strong>Das frühere Ratsarmenhaus</strong> steht seit langem leer.<foto> Evelyn Bubber-Menzel</foto>
Das frühere Ratsarmenhaus steht seit langem leer. Evelyn Bubber-Menzel

Durch ein ungewöhnliches Ansinnen rückt das frühere Ratsarmenhaus von Bützow in den Blick. Der ehemalige Bützower Dieter Luchs möchte darin ein Tütenmuseum einrichten.

Nun hat er der Stadt sein Konzept vorgestellt.

svz.de von
09. Juli 2012, 10:45 Uhr

Bützow | Durch ein ungewöhnliches Ansinnen rückt das frühere Ratsarmenhaus von Bützow in den Blick. Der ehemalige Bützower Dieter Luchs, der nun in Holte-Stukenbrock bei Bielefeld lebt, möchte darin ein Tütenmuseum einrichten. Schon seit Jahren trägt sich der heute 71-Jährige mit diesem Plan.

Nun hat er einen neuen Vorstoß unternommen und der Stadt das Konzept für sein geplantes Museum, das dann einzigartig in ganz Deutschland sein dürfte, vorgestellt.

Er habe in dieser Hinsicht Bauchschmerzen, meinte dazu in der jüngsten Hauptausschusssitzung Wolfgang Wehrmann. Ein Museum in einem historischen Gebäude sollte doch einen gewissen Bildungscharakter tragen. Ob dies hierbei gewährleistet sei, sei fraglich. Ihm fehle in dem Konzept die Frage der Finanzierung, meinte Joachim Fiedler. "Wir können uns als Stadt nicht zusätzliche Leistungen an Land ziehen", sagte er. Er glaube nicht, dass so ein Museum "der Renner" wäre und sei eher skeptisch, so etwas zu machen, meinte er. "Der Mann hat sich schon Gedanken gemacht", das sei dem umfangreichen Konzept zu entnehmen, sagte Manfred Salow. Doch keineswegs klar sei die Frage des Geldes. Es könne nicht sein, dass die Stadt das Haus fertig macht und der neue Betreiber dann nur seine Ausstellung darin aufbaut. Das sei "zu einseitig". "Es ist doch mal was anderes", fand Karsten Thiemann. Aber die Stadt dürfe sich finanziell gesehen durch so etwas "nicht ihr eigenes Grab schaufeln", meinte er.

Das Ratsarmenhaus sei 1984 das letzte Mal renoviert worden. "Da würde schon eine umfassende Sanierung erfolgen müssen", meinte Bürgermeister Sebastian Constien. Mit seinen niedrigen Räumen halte er das Haus für ein Museum für "relativ unattraktiv", sagte er. Auch wenn er die Idee des Museums als solche "für nicht so abwegig" halte.

Die Stadt stehe dem Anliegen offen gegenüber, sei aber nicht in der Lage, finanziell zu dem Projekt etwas zuzuschustern, fasste er die Meinung des Hauptausschusses zusammen.

So werde es nun dem Antragsteller mitgeteilt.

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