zur Navigation springen

Warnow : Trotz Schulden viele Investitionen geplant

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gemeindevertreter beschließen Doppelhaushalt / 100 000 Euro für neues Feuerwehrfahrzeug geplant

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Mit einem Fehlbetrag von knapp 40 000 Euro geht Warnow in die kommenden beiden Haushaltsjahre. Das heißt für die Gemeinde, weiter eisern zu sparen. Dennoch kommt auch Warnow nicht um notwendige Investitionen herum. Das soll aber ohne Kredite erfolgen. Das beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung in dieser Woche.

Eines der größten Vorhaben in diesem Jahr ist der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. Dafür sind 100 000 Euro im Haushalt als Eigenmittel eingeplant. Denn eine solche Investition ist nur mit Fördermitteln möglich. „Wir haben damals das Auto schon gebraucht gekauft. Das ist jetzt fast 25 Jahre her“, erklärt Lutz Ritter, der stellvertretende Bürgermeister. Natürlich gehe das nicht ohne Förderung. „Ob wir die bekommen, das wissen wir nicht. Dennoch wollen wir das Geld erst einmal dafür sichern.“ Ein zweites wichtiges Vorhaben für die kommenden Jahre ist der Bau eines Radweges zwischen Eickhof und Eickelberg. Schon vor Jahren hatte die Gemeinde angestrebt, unter den Bäumen der Allee einen solchen Weg zu errichten. Das wurde aus naturschutzrechtlichen Gründen abgelehnt, erzählt Lutz Ritter. „Das Wurzelwerk der Bäume könnte beschädigt werden, hieß es damals.“

Nun habe die Gemeinde die Variante eines Gehweges zwischen Pustohl und Bützow ins Auge gefasst. In diesem und im nächsten Jahr sollen dafür die Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu muss Land erworben werden, das gegenwärtig noch nicht im Eigentum der Gemeinde ist. Dafür und für die dafür notwendigen Vermessungsarbeiten sind jeweils 10 000 Euro in den Jahren 2016 und 2017 veranschlagt. „Wir wollen dann sehen, ob wir Stück für Stück den Weg bauen“, erklärt Lutz Ritter das Ziel.

Investiert werden müsse zudem in die Technik des Bauhofes. „Wir haben nur noch einen Gemeindearbeiter. ABM-Kräfte oder Ein-Euro-Jobber gibt es so gut wie nicht mehr. Da müssen wir professionelle Technik haben, um die Aufgaben zu erledigen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Die bisherige Technik sei in die Jahre gekommen. Deshalb sind für Ersatzbeschaffung eines Aufsatzrasenmähers und weitere Technik für die kommenden beiden Jahre 25 000 Euro eingeplant.

Weiteres Geld ist für dringend notwendige Werterhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Das betrifft unter anderem die Brücke über die Sohlrampe in Eickhof. Das Holzgeländer ist schon seit Jahren marode. Nachdem im vergangenen Jahr ein ganzes Segment herausgebrochen ist und die Gefahrenquelle notdürftig gesichert wurde, will die Gemeinde das Problem jetzt richtig angehen. Dafür sind jetzt im Haushalt rund 20 000 Euro eingeplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen