Schifffahrt : Trimaran: Jungfernfahrt am 1. Mai

So wird der Trimaran einmal aussehen
So wird der Trimaran einmal aussehen

Das neue Fahrgastschiff für Warnow-Schifffahrt wird jetzt gebaut - Schwaan plant sogar ein Fest zum Start der Saison.

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19. März 2015, 18:24 Uhr

Mit fünf Knoten – also gemütlichen knapp zehn Kilometern pro Stunde – schiebt sich schon in wenigen Wochen der neue Trimaran über die Warnow und pendelt zwischen Schwaan und Bützow. Eineinhalb bis zwei Stunden dauert eine einfache Fahrt – also ein gemütliches Erlebnis. „Das ist etwas Einzigartiges“, freut sich Uwe Heinze, Geschäftsführer der Warnow Tourismus GmbH schon jetzt. „Das ist etwas tolles für die Bürger!“

den TrimaranDie Warnow Tourismus GmbH, die Heinze führt, wurde  Anfang Februar  mit vier Gesellschaftern gegründet.   „Mittlerweile ist  auch das Boot bestellt, das Ende April fertig sein soll“, berichtet   Heinze. Und auch ein Logo hat die Gesellschaft sich inzwischen zugelegt – ein Schwan-Käpt’n an einem Steuerrad.

 Mittwochabend fiel in der Sitzung der Schwaaner Stadtvertreter die Entscheidung zum Beitritt in die GmbH. „Es ist wichtig, dass die Städte ihren Einfluss geltend machen können“, ist Heinze zufrieden. Auch Bützow soll bald offizieller Partner werden. Die Stadtvertreter entscheiden darüber auf ihrer kommenden Sitzung. „Dann haben wir eine Gesellschaft aus Kommunen und Privatpersonen, was auch das Risiko verteilt“, so Heinze.

Rostock schon im Blick „Die Schiffstaufe ist am 1. Mai geplant“, verrät Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer.  In Schwaan wird auch der Liegeplatz des Schiffes sein. Ein Bungalow wird dafür umgenutzt und an die GmbH vermietet. Die Ankunft  des Trimarans in Schwaan soll im Rahmen eines Festes gebührend gefeiert werden. Eingeladen ist dazu auch der Landkreis.  „Weil wir das auch ein bisschen als Auftakt sehen und die Schifffahrt perspektivisch nach Rostock im Auge haben“, erzählt Mathias Schauer.

Bis diese Idee spruchreif ist, fließt aber noch ordentlich Wasser die Warnow runter. Derzeit liegt ein Fördermittelantrag für eine Machbarkeitsstudie beim Landkreis vor.  „Es ist ja ein regionales Projekt, das zwischen Bützow und Rostock funktionieren soll“, hofft Heinze. Auf einen riesigen Gewinn sei man dabei nicht aus. „Wir wollen den Touristen das Naturerlebnis Warnow nahe bringen“, erklärt Heinze weiter. Den Naturschutz habe man dabei immer im Blick.

Die Schwaaner Brücke ist dann zumindest kein Problem. Der Trimaran passt problemlos auch bei höheren Wasserständen unter die Warnowbrücke hindurch.  „Das Boot hat einen ganz geringen Tiefgang und kann auch große Lasten tragen“, sieht Heinze hier keine Schwierigkeiten.

„Dann planen wir natürlich auch so ein paar Events und Highlights“, plauderte Heinze weitere Ideen für die Zukunft aus. So könne er sich vorstellen, Weinproben in der untergehenden Sonne anzubieten. „Es ist auch geeignet für kleinere Betriebsausflüge.“ Denkbar sei zudem, die Bootsfahrten durch gezielte Ausführungen während der Fahrt zu ergänzen.  „Die Gesellschaft ist so angelegt, dass die damit verbundenen Geschäfte ausgebaut werden können“, führt Heinze aus.

eingesetzt werdenAm 1. Mai startet das Boot zunächst in Schwaan mit Kurzausflügen, damit viele Gäste die Möglichkeit haben, eine Tour mitzumachen.  Bis dahin soll auch das Grundstück und Toiletten hergerichtet werden, um den Gästen eine gewisse Aufenthaltsqualität bieten zu können. „Es ist auf dem Schiff aber auch eine kleine Toilette vorhanden“, beruhigt Schauer. Wann das neue Boot in Bützow das erste Mal anlegt, ist noch nicht ganz klar.

Auf jeden Fall freut sich auch Bützows Bürgermeister, Christian Grüschow, über den deutlichen Gewinn für den Tourismus. Zumal zwischenzeitlich das zarte Pflänzchen Warnow-Schifffahrt fast vor dem Aus stand.  Im April müssen die Bützower Stadtvertreter noch über den Beitritt zur GmbH entscheiden. 

Unter welchem Namen das Schiff  künftig fährt, bleibt bis Mai jedoch ein gut gehütetes Geheimnis. Einige Ideen, wie das Elektromotorschiff genannt wird, gebe es schon, verrät Heinze. Welche letztlich das Rennen macht, erfahren Schwaaner, Bützower oder auch Güstrower Gäste aber erst zur Schiffstaufe. 

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