Warnow : Treffpunkt Dorfladen

Sie bietet ihrenKunden nicht nur ein offenes Ohr an, sondern auch frische Produkte aus der Region: Dorita Büttner betreibt seit acht Jahren ihren Dorfladen in Warnow.
Sie bietet ihrenKunden nicht nur ein offenes Ohr an, sondern auch frische Produkte aus der Region: Dorita Büttner betreibt seit acht Jahren ihren Dorfladen in Warnow.

Die umgebaute Verkaufsstelle in Warnow ist Anlaufstelle für Einwohner und Touristen. Dabei muss die Inhaberin vielseitig sein.

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10. März 2018, 05:00 Uhr

Seit nun acht Jahren führt Dorita Büttner ihren Dorfladen in Warnow. Regionale Produkte und der soziale Austausch stehen bei ihr im Fokus. Vergangenes Jahr bekam sie einen Lagerraum und einen Verkaufsraum dazu. Die Räumlichkeiten der nebenstehenden Warnower Bankfiliale waren seit einiger Zeit frei geworden. Mit dem Umbau sollte sowohl die Ladenfläche von 41 auf 71 Quadratmeter vergrößert als auch zusätzlicher Stauraum geschaffen werden. Ein Jahr später kann sie sagen, „es hat sich gelohnt“.

Zuvor besaß sie lediglich einen Kühlschrank hinter der Theke. „Ich hatte zwar schon damals Frischeprodukte, aber ich konnte sie meinen Kunden nicht wirklich präsentieren. Viele haben sich auch nicht getraut, hinter die Theke zu gehen und dort in den Kühlschrank zu schauen“, berichtet Dorita Büttner. Nun sind durch den zusätzlichen Platz eine Kühltruhe, eine Kühltheke und ein Kühlregal im Nebenraum hinzugekommen.


Besser einkaufen und besser arbeiten

Ansonsten habe sich ihr Sortiment nur wenig geändert. „Klar biete ich auch ein paar mehr Sorten der Produkte hier an. Aber vor allem gibt es jetzt mehr Vorrat“, erklärt sie. Alles in allem habe der jetzige Mehrwert des Ladens die Mehrkosten durch den Umbau gedeckt. Aber nicht nur finanziell haben sich für die 48-Jährige gelernte Verkäuferin Vorteile ergeben. „Früher musste ich alles im Keller unterbringen. Das ständige Hoch- und Runterschleppen war anstrengend. Das ist jetzt vorbei.“ Zusätzlich entstand mehr Fläche für die Café-Ecke mit Sitzgelegenheiten und die Poststelle, welche beide im Hauptraum untergebracht sind.

„Es ist aber immer noch nicht zu vergleichen mit einem Laden in der Stadt. Das Angebot richtet sich nach den Wünschen der Leute, die hierher kommen“, sagt die Ladenbetreiberin. Das reiche von frischen Brötchen vom Bäcker aus Bützow über Eier und Hühnerfleisch von Bauern aus der Region bis hin zu Bauernhofeis.

Vor allem Handwerker, Bauarbeiter oder Müllfahrer würden oft vorbeischauen. Aber auch Touristen. „Viele Radfahrer und Kanufahrer finden zu mir. Hier in der Nähe ist der Dorfladen schließlich die einzige Anlaufstelle für sie.“ Darum kommt es nicht selten vor, dass Dorita Büttner auch mal als Tourismusinfo einspringen muss und Ratschläge gibt.

Doch nicht nur Touristen gibt sie Rat, ebenso den Menschen aus Warnow und den umliegenden Ortschaften. „Ich bin auch Ansprechpartner für Neuzugezogene. Denen erzähle ich dann, wann die Sprechstunde des Bürgermeisters ist oder wo es die besten Handwerker gibt.“ Neuigkeiten aus dem Ort bekommt sie genauso schnell mit wie die Probleme der Menschen. „Ein bisschen Seelsorge ist auch dabei. Aber ich passe auf, dass ich auch nichts ausplaudere.“

Es ist dieser soziale Kontakt, den ihre Kunden schätzen, glaubt die Ladeninhaberin. Doch wer heutzutage nur noch online bestellet, der verzichte darauf. „Die Menschen beschweren sich , dass immer mehr Läden dicht machen. Aber oft sind sie selbst mit ihrem Kaufverhalten dafür verantwortlich.“


Auch im Internet präsent sein

Allerdings hat auch Dorita Büttner das Internet für sich entdeckt. Wenn etwa neue Ware reinkommt, stelle sie davon hin und wieder ein Foto ins Internet. „Einige bekommen so etwas dann mit und kommen deshalb hier her. Aber auch für Touristen ist es interessant.“ Dass jetzt aber jeder Dorfladen im Internet aktiv sein muss, davon nimmt sie Abstand. Am meisten komme es immer noch darauf an, dass die Menschen zum Reden und für die regionalen Produkte in den Warnower Dorfladen kommen.

Dass sie sich vor acht Jahren selbstständig gemacht hat, war für Dorita Büttner eine gute Entscheidung. „Ich brachte schon einige Erfahrung aus dem Verkauf mit, aber ich hatte einfach den Ansporn, etwas aus dem Dorfladen zu machen. Klar, es gibt auch immer mal Probleme, aber so wird es nie langweilig.“

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