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Lelkendorf / Güstrow : Tierischer Start in den Frühling

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Es ist einiges los in den Tierparks der Region. So auch im Haustierpark Lelkendorf. Fast ein Jahr lang waren hier die drei Wollschwein-Damen ohne Mann, pardon: Eber. Doch jetzt ist "Günni" da. Die Zucht kann beginnen.

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erstellt am 10.Mär.2012 | 04:04 Uhr

Güstrow/Lelkendorf | Es ist einiges los in den Tierparks der Region. So auch im Haustierpark Lelkendorf. Fast ein Jahr lang waren hier die drei Wollschwein-Damen ohne Mann, pardon: Eber. Doch jetzt ist endlich Wollschwein "Günni" da und die Zucht kann wieder beginnen.

"Günni" soll für Ferkel sorgen

"Es hat doch etliche Zeit gedauert, bis wir einen geeigneten, einjährigen Jungeber für unsere kleine Schweine-Herde gefunden hatten", so Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze. Jetzt ist "Günni" zunächst mit einer altersmäßig gut zu ihm passenden Sau in einem Lelkendorfer Extra-Gehege vergesellschaftet, d.h. sie müssen erst einmal vertraut miteinander werden, bevor der Eber auch den anderen zwei Sauen vorgestellt wird. "Hätte man ihn sofort in das Drei-Sauen-Gehege gebracht, so hätte der altersmäßig noch unerfahrene und körperlich unterlegene Jungeber in der für ihn noch unbekannten neuen Umgebung zunächst fürchterlich Prügel bezogen, was von schmerzhaften Beißspuren bis hin zu schweren Körperverletzungen reichen kann", erklärt Güntherschulze. So weit will er es nicht kommen lassen. Der Haustierparkleiter freut sich aber schon auf den Nachwuchs. Die Ferkel der Wollschweine sind nämlich absolute Publikumslieblinge, weil sie noch schöner längsgestreift sind wie Wildschwein-Frischlinge. "Also dann: ,Günni’ gib Gas! Wir erwarten die niedlichen Ferkel!", feuert Güntherschulze an.

Maniküre für das Eselfohlen "Fine"

Auch im Güstrower Natur- und Umweltpark (Nup) geht es gerade tierisch zu. Kürzlich stand ein besonderer Termin im Pferdestall an. Nicht nur Pferde auch Esel brauchen eine Pflege der Hufe, die im Nup durch Hufschmied Steffen Pieper aus Janow ca. alle drei Monate übernommen wird. Beim Eselfohlen "Fine" sind die Hufe sehr zart und klein, dass man schon fast von einer Maniküre sprechen kann. Unterstützt durch Tierpflegerin Heike Reebs ließ "Fine" tapfer die Prozedur über sich ergehen. "Fine" ist mit ihrer Esel-Mama im Auslauf des Pferdestalls oder auf der Koppel neben dem Nup-Restaurant zu sehen. Getauft wurde das Eselfohlen im vergangenen Jahr auf dem Sommerfest.

Sensationelles Meerschweinchen-Trio

Die Mitarbeiter des Natur- und Umweltparks staunten zudem nicht schlecht, als sie in der Aufzuchtstation der Meerschweinchen plötzlich wenige Minuten alte Drillinge entdeckten. Normalerweise gebären Meerschweinchen ein bis zwei Jungtiere, die dann zwischen 60 und 120 Gramm wiegen können. Drillinge sind da eher selten. Diese drei bringen jeder knapp 50 Gramm auf die Waage und erfreuen sich mit ihrer Meerschweinchen-Mamma bester Gesundheit. Neben dem Nup-Streichelzoo befindet sich ein kleines Dorf mit einer Vielfalt an bunten Meerschweinchen. In wenigen Wochen werden die Drillinge hierher zu den anderen kleinen Nagern umziehen und sind von jedem Besucher zu bestaunen..

Wasserralle - seltener Pflegegast im Nup

Weiterhin befindet sich eine sehr seltene Wasserralle in der Obhut des Nup. Beringt und gut gestärkt wird sie in den nächsten Tagen im Bereich des Krakower Sees wieder in die Freiheit entlassen. Wasserrallen sind sehr selten und stehen auf der Roten Liste Deutschland. Sie sind sehr standorttreu und benutzen zur Nahrungssuche immer die gleichen Wege.

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