Steinhagen : Tierischer Besuch in der Kita

Tierischer Besuch: Steinhagener Kita-Kinder freuten sich über den Besuch von Anika Reining, die den Hund „Adgi“ mitbrachte. Die Kleinen streichelten und fütterten den Vierbeiner.
Tierischer Besuch: Steinhagener Kita-Kinder freuten sich über den Besuch von Anika Reining, die den Hund „Adgi“ mitbrachte. Die Kleinen streichelten und fütterten den Vierbeiner.

Steinhagener „Regenbogen“-Kinder streicheln und füttern Hund „Adgi“, der mit Ehrenamtlerin Anika Reining auf Stippvisite war

svz.de von
03. Juni 2017, 09:00 Uhr

Tierischen Besuch begrüßten die Kinder der Kita „Regenbogen“ in Steinhagen. Der Dobermann-Golden-Retriever-Mischling „Adgi“ sorgte für ein ganz besonderes Erlebnis. Anika Reining von den Rostocker Maltesern war mit dem Vierbeiner angereist, um den kleinen „Regenbögen“ ein paar schöne Erinnerungen zu bescheren.

In Gruppen befassten sich die Kleinen mit dem Hund. „Adgi“ zeigte, was er alles so drauf hat. Eine Rolle, sich verbeugen, über gebückte Kinder springen oder sich vor Anika Reining auf zwei Beinen hinstellen. Das sorgte natürlich für große Augen. Noch größer wurden die Augen, als die Kinder „Adgi“ füttern und streicheln durften.

„Das war eine Aktion zum Kindertag“, sagt Kita-Leiterin Dörte Hehl. „Die Kinder fanden es toll.“ Von den derzeit 54 „Regenbögen“ hätten einige sogar das erste Mal einen Hund hautnah erlebt.

Die Idee für den tierischen Besuch habe sich spontan aus einem Gespräch heraus entwickelt, so Dörte Hehl. Denn Anika Reining war selbst einmal ein „Regenbogen“. Der 25-Jährigen kam das entgegen. Denn gemeinsam mit ihrem Freund Michael Sühl besuchen die beiden gemeinsam mit „Adgi“ regelmäßig soziale Einrichtungen, meist mit dementen oder behinderten Bewohnern. Ihr und ihrem Partner liege die Hilfe sehr am Herzen, so Anika Reining. Das sei auch schon die Hauptsache, worauf es bei den Besuchen ankommt.

Eine spezielle Ausbildung müssen nämlich weder Hund noch Helfer durchlaufen. Wichtig sei nur, „dass der Hund weiß, wer er ist. Er sollte also über einem Jahr sein und auch nicht ängstlich“, so Anika Reining, die mittlerweile in Rostock lebt. Neben dem Besuch einer Hundeschule und einer Einweisung seien keine weiteren Dinge erforderlich. „Wir können nicht behandeln, dafür sind wir nicht ausgebildet. Wir sind im Prinzip Besucher mit Hund.“

Gerade bei alten Menschen sei auch gar keine Ausbildung nötig. „Hauptsächlich geht es ums Reden“, so Anika Reining. „Ein Hund weckt immer Erinnerungen, jeder ist mal einem Hund begegnet.“ Und ob Jung, Alt oder Behindert – „jeder freut sich, wenn Adgi ihm Pfötchen gibt“.

Seit zwei Jahren tourt Anika Reining ehrenamtlich etwa zweimal im Monat mit ihrem Hund durch Einrichtungen. Vorwiegend in Rostock, was sich ihrem Wunsch nach aber gern ändern darf. „Wir sind noch auf der Suche nach Helfern.“ Theoretisch komme dafür jeder Mensch und jeder Hund in Frage. „Es wäre ein Traum, wenn wir auch Helfer im Ländlichen hätten. Man muss nur einen Hund haben und helfen wollen“, erklärt die 25-Jährige.

Wer Interesse hat, mehr über das Ehrenamt erfahren oder helfen möchte, kann unter Telefon 0151/51017449 oder per Mail an malteser_bhd.rostock@yahoo.de mit Anika Reining in Kontakt treten.

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