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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 02:21 Uhr

Bernitt : Tiefer Griff in die Tasche nötig

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Dach der Regionalen Schule mit Grundschule Bernitt im schlechten Zustand / Geschätzte Reparaturkosten: Knapp 400 000 Euro

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Das Dach der Regionalen Schule Bernitt ist in einem schlechten Zustand. Zu diesem Ergebnis kam der Jürgenshagener Architekt Thomas Wittenburg, der es untersuchte und dem Amt Bützow-Land eine Kostenschätzung für eine Neueindeckung und Modernisierung des Daches anfertigte. Sein Ergebnis: 392 437,83 Euro werden fällig – mindestens.

„Der Zustand der Dacheindeckung des Hauptdaches ist insgesamt schlecht“, erklärt der Architekt in einem Schreiben an das Amt Bützow-Land. „Es besteht Sanierungsbedarf.“ Auch Feuchtschäden aufgrund von Undichtigkeiten gebe es. Wegen der eindringenden Feuchtigkeit seien Holzschäden zu erwarten. Am Holz sei zudem Insektenbefall erkennbar. Leitungen seien außerdem vermutlich mit Asbestummantelung versehen, was zu berücksichtigen sei.

Die Mängelliste ist also lang. Das bedeutet in der Folge, dass auch die Auflistung der Kostenpunkte lang ist. Auf 392 437,83 Euro kommt der Experte. Und die Summe könnte noch steigen. Ein Baugeländer macht es nämlich beispielsweise nötig, Teile der Bepflanzung zu roden. „Inwiefern die Kosten in den Arbeitsumfang einzurechnen sind, ist bei Bedarf nochmal zu klären“, heißt es von Thomas Wittenburg weiter.

Damit nicht genug, denn ein Kostenfaktor in unbekannter Höhe liegt im Holz. „Für das Gebäude liegt bislang noch kein Holzschutzgutachten vor“, so der Architekt weiter. Er teilt im Schreiben mit, dass eine Untersuchung auf gesundheitsgefährdende Wirkstoffe der Holzschutzmittel durchgeführt werden sollte. „Gegebenenfalls resultieren aus einem positiven Befund kostenintensive Zusatzmaßnahmen für den Arbeitsschutz oder weiterführend für eine evtl. notwendige Schadstoffsanierung.“ Wittenburg empfiehlt, dies untersuchen zu lassen.

„Wir gehen von einer geringen Wahrscheinlichkeit einer Belastung aus“, erklärt Amtsvorsteher Eckhard Krüger diesbezüglich. Doch man müsse das Ergebnis der Fachleute abwarten.

So blieb es vorerst bei der Summe von 392 437,83 Euro, die der Amtsausschuss während seiner Sitzung vor Wochenfrist zu beschließen hatte. Auf das Amt Bützow-Land käme ein Eigenanteil von 98 109,46 Euro zu – sofern es bei der Ausgangssumme bleibt. Der Amtsausschuss beschloss die Ausgabe jedoch unter dem Vorbehalt, dass die Fördermittel in Höhe von 294 328,37 Euro bewilligt werden.

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