Kassow : Telekom will Antennenmast bauen

Firma Deutsche Funkturm will baurechtliche Fragen für die Gemarkung Werle erörtern

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08. März 2019, 05:00 Uhr

Seit Langem ist die Verbindung per Wlan oder Mobilfunk in der Gemeinde Kassow miserabel. Wenn ein Mitglied der Feuerwehr die Kameraden der Amtswehr anrufen will, muss er vom Feuerwehrhaus in Werle über die Straße zur Bushaltestelle gehen. Denn nur da ist der Empfang ausreichend.

Nun ist im Gespräch, dass wegen der Bahnlinie – und Wlan in den Zügen – alle fünf Kilometer ein Mast stehen soll. Das wäre für Kassow und Werle natürlich günstig, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Lang. Vor einigen Tagen war nun ein Mitarbeiter Telekom in Kassow. Hans-Joachim Lang freute sich, dass etwas passiert und besprach mit dem Mann, welche von mehreren Stellen geeignet wären. So weit, so gut. Empört war der Bürgermeister aber, als er erfuhr, dass sich der Telekom-Mitarbeiter bei der Stadt Schwaan wegen weiterer Schritte gemeldet habe: „Wo ein Funkmast hinkommt, entscheidet immer noch die Gemeinde“, so Lang.

Da hat er Recht, und das will auch niemand bestreiten. Vielmehr sei es so, dass die Verwaltung eine Mail von der Telekom erhalten habe, erklärt Schwaan Bürgermeister Mathias Schauer auf Nachfrage. In dieser Mail wird auf die Ergänzungen zur Mobilfunkvereinbarung aus dem Jahr 2003 hingewiesen. Danach können Mobilfunkanlagen – in diesem Fall für das GSM- und LTE-Mobilfunknetz der Deutschen Telekom – gebaut werden, wenn die Kommune erklärt, nicht mitwirken zu wollen oder sie acht Wochen nach Eingang der Information nicht reagiert hat.

Joachim Schauer hatte die Mail an die Gemeinde Kassow weitergeleitet. Baurechtliche Fragen werde die Firma natürlich mit Kassow erörtern, so Mathias Schauer.

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