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Schwaan : Symbolische Pacht für Sportplatz des SSV

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stadtvertreter bleiben bei ihrer Forderung, dass für Sporthallennutzung in den Jahren 2014/15 Nachzahlungen erfolgen

von
erstellt am 18.Mär.2017 | 09:00 Uhr

Der Schwaaner Sportverein (SSV) muss für die Jahre 2014 und 2015 insgesamt rund 10 000 Euro für die Nutzung der Sporthallen in Schwaan nachzahlen. Das beschlossen die Mitglieder des Hauptausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich. In der nichtöffentlichen Beratung stimmten fünf Ausschussmitglieder für diese Regelung. Es gab aber auch eine Nein-Stimme. Darüber informierte Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) auf der Sitzung der Stadtvertreter in dieser Woche.

Dem Beschluss waren Beratungen im Finanz- und Jugendausschuss vorausgegangen. Auch dort sei diese Auffassung zum großen Teil mitgetragen worden, sagt Schauer gegenüber der Bützower Zeitung. Die Nachzahlung betreffe ausschließlich die Nutzung durch den Erwachsenensport. „Der Jugend- und Kindersport bleibt davon unberührt. Der ist nach wie vor kostenfrei“, so Schauer.

Mit dem Beschluss des Hauptausschusses hat der SSV aber noch eine Option offen. „Sollten sich durch die Zahlung für den Verein nachweislich eine unzumutbare finanzielle Härte ergeben, besteht (...) die Möglichkeit nach Offenlegung der finanziellen Situation einen Antrag auf Stundung, Niederschlagung oder Erlass zu stellen“, heißt es in dem Beschluss.

Ein weiterer Beschluss betrifft den Sportplatz des SSV am Schaffrusch. Der wird künftig für den symbolischen Betrag von 0,01 Euro pro Quadratmeter verpachtet. Das bedeutet Ausgaben von etwas mehr als 200 Euro pro Jahr.

Hintergrund: Für den Sportplatz am Schaffrusch war 1993 zwischen der Stadt und dem Schwaaner Sportverein ein Pachtvertrag über 25 Jahre bis Oktober 2018 abgeschlossen worden. Eine neue Vereinbarung im Oktober 2013, zwischen dem damaligen 1. Stadtrat und dem Vorsitzenden des SSV abgeschlossen, war nie in Kraft getreten, weil sie nie durch die Stadtvertretung genehmigt wurde. Eine kostenfreie Übertragung ist heute nach Kommunalrecht nicht möglich. Deshalb werde jetzt der symbolische Pachtpreis erhoben.

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