Moto-Cross : Stuntshow auf der Dorfstraße

Mit einer Moto-Cross-Maschine übersprang Mike Auffenberg zwei RS 09 und ein Quad.
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Mit einer Moto-Cross-Maschine übersprang Mike Auffenberg zwei RS 09 und ein Quad.

Lohmen lud Sonnabend zum Dorffest mit traditionellem Hähne-Wettkrähen und Motorradshow ein

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11. Juni 2018, 05:00 Uhr

Traditionell eröffnet das Wettkrähen der Hähne das Dorffest in Lohmen. 30 Minuten hat das Federvieh Zeit, seine spezielle Fähigkeit hören zu lassen. Lag es am Wetter oder an anderen Umständen? Jedenfalls krähte nur einer der neun Hähne, der von Erika Lehmann aus Klueß. Sie durfte dafür drei Sack Weizen mit nach Hause nehmen. Zwar nicht unbedingt krähend, aber Laute ausstoßend, wurde der Hahn von Henning Böttcher aus Lohmen Zweiter, mit zwei Sack Weizen bedacht. Als dritter Hahn plusterte sich rechtzeitig der Brahmer von Sylvia Klevenow aus Lohmen auf. Er wurde als schönster Hahn Dritter.

Der zweite Höhepunkt lief am Nachmittag und Abend auf der Dorfstraße ab: die Motorrad- und Quad-Stuntshow von Mike Auffenberg. Er zeigte mit Trial-Motorrädern, Quads, Moto-Cross-Maschinen und Rennmotorrädern Atem beraubende Fahrten. Sie gipfelten darin, dass er mit einer Cross-Maschine zwei RS 09 und ein Quad auf zwölf Metern Länge im hohen Sprung überflog.


Bürgermeister Bernd Dikau ließ es sich nicht nehmen, diese spektakuläre Show zu moderieren, auch in Erinnerung an ähnliche Aktionen, als zu DDR-Zeiten Motorräder der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) über Trabants flogen. Die Show vermittelt hatten Thomas Körbel, wie Mike Auffenberg aus Thüringen, aber seit fünf Jahren in Hägerfelde sowie Rico Nöller aus Suckwitz, der Thomas Körbel gut kennt. Bernd Dikau: „Wir organisieren jedes Jahr einen solchen Höhepunkt. Das erwarten unsere Dorffest-Besucher inzwischen auch.“

Außer diesen Höhepunkten liefen auf Dorfplatz und Dorfwiese ein munteres Markttreiben sowie ein sportliches Allerlei ab. Außerdem wurde bis in die Nacht ein Programm mit Linedance, Akkordeonorchester, einem Auftritt der Kita „Waldgeister“ und Tanz mit „Backbeat“ abgespult. Geöffnet hatten die Kirche und das Dorfmuseum. In der Töpferstube gab es einen Tag der offenen Tür und vor der Dorfbegegnungsstätte einen Flohmarkt.

Das Dorffest hat bei den vielen Festen in Lohmen (Schafschurfest, Herbstfest, Weihnachtsmarkt) die längste Tradition. Sie stammt aus DDR-Zeiten. Bernd Dikau: „Damals wurde immer am zweiten Juni-Wochenende der Tag des Genossenschaftsbauern gefeiert. Das haben wir aufrecht erhalten und ausgebaut. Der Zeitpunkt immer einige Wochen vor den Ferien passt auch.“

„Wer feste arbeitet, darf auch feste Feste feiern“, gibt der Bürgermeister das Motto für alle diese Veranstaltungen vor. Dafür hält der Haushalt Geld vor. „Er gibt es her, deshalb stellen wir als Gemeinde 7000 Euro im Jahr bereit“, erklärt Bernd Dikau. Dazu kommen Spenden. „Damit können wir gute Feste organisieren“, stellt Bürgermeister Dikau fest. Das Lohmener Dorffest am Sonnabend hat das wieder unter Beweis gestellt.



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