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Bützower Zeitung

22. Oktober 2017 | 08:39 Uhr

Bützow : Stützpunkt für Toleranz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit gestern ist die Ausstellung „Flucht und Zuflucht“ von Daniela Melzig in der Kirchenstraße 36 für Besucher geöffnet

von
erstellt am 12.Aug.2017 | 12:00 Uhr

In der Kirchenstraße 36 in Bützow wurde gestern die Ausstellung „Flucht und Zuflucht“ der Künstlerin Daniela Melzig eröffnet. Die Vernissage markierte für das lokale Bündnis „Eine Blume für Bützow“ einen entscheidenden Meilenstein. Denn mit der Ausstellung soll das Haus, aus dem die Initiative eine interkulturelle Begegnungsstätte machen möchte, in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht werden. Die transparenten Kunstwerke von Daniela Melzig sollen Menschen aus Bützow und Umgebung in das Haus locken, damit sie noch mehr für das Schicksal von Flüchtlingen sensibilisiert werden und gleichzeitig einen Blick auf die Räumlichkeiten werfen können.

Das Bemühen, aus dem verfallenen Gebäude ein Begegnungszentrum zu machen, habe die Stadt von Anfang an unterstützt, sagte Monika Finck vom Bündnis bei der Eröffnung. „Es ist zu erwarten, dass die Arbeiten an dem Haus schon nächstes Jahr beginnen können“, kündigte sie an. Der zuständige Architekt Ludger Sunder-Plassmann, der auch Daniela Melzig mit ins Boot holte, betonte, dass das Haus gedanklich zwar schon fertig sei, es aber architektonisch viel zu tun gebe. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Hauses würden sich auf etwa eine Million Euro belaufen, was die Unterstützung durch Fördermittel unumgänglich mache.

Die Künstlerin selbst konnte sich auf besondere Art dem Publikum vorstellen: Karen von Blomberg, die sich im Bündnis engagiert, hatte im Vorfeld einige Fragen für eine Interview-Laudatio vorbereitet. Auf diese Weise erfuhren die Besucher der Vernissage von der Ursprungsidee der Ausstellung, die unter dem Namen „Operation Kuckuck“ ihren Anfang nahm. Es sei angedacht gewesen, an der deutsch-belgischen Grenze eine Ausstellung zu einem sich öffnenden Europa zu machen, erzählte Daniela Melzig. Dann hätten sich die Ereignisse überschlagen und es seien immer mehr Ausstellungsorte hinzugekommen.

Diese markierte die Künstlerin als Stützpunkte für Offenheit und Toleranz. „Das war eigentlich nur für 2015 gedacht, aber es gab dann auch letztes Jahr zwei Aktionen in meinem Atelier und mit dieser Ausstellung hier in Bützow hat sich das noch mehr erweitert“, so Daniela Melzig. Auch das alte Eckhaus, das zukünftige Begegnungszentrum, ist nun als Toleranz-Stützpunkt gekennzeichnet: mit dem Kuckuck, dem ursprünglichen Namensgeber der Ausstellung.

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