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Amtsverwaltung 2.0 : Stühlerücken im Bützower Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Umbauarbeiten im Rathaus in Planung: Bürgermeister plant Umsetzung bis Jahresende

Das Bützower Rathaus wird bald zur Baustelle. Grund dafür sind Umbauarbeiten, die für die Umsetzung der sogenannten Amtsverwaltung 2.0 nötig sind. Zentrales Element des neuen Verwaltungskonzeptes, das im Februar endgültig beschlossen wurde, ist ein dreiteiliges Bürgerbüro, wo Dienstleistungen gebündelt werden. Dafür sind große bauliche Veränderungen nötig.

Das Erdgeschoss wird so umgestaltet, dass Bürger, die ins Rathaus kommen, gleich auf einen Tresen zugehen, wo sie zum Beispiel Formulare oder touristische Informationen bekommen. Zudem wird es einen Wartebereich geben. Das gläserne Büro, in dem bislang die Touristinformation zu finden war, muss dafür weichen, die Poststelle wird von der linken auf die rechte Seite des Erdgeschosses wechseln. Für eine offenere Gestaltung werden zudem viele Glaselemente verbaut. „Das Konstrukt wird transparent“, sagt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos), der das Konzept in dieser Woche den Bürgermeistern der Amtsgemeinden vorstellte.

Grundsätzlich sei das Umbauprojekt positiv aufgenommen worden, sagt der Verwaltungschef. „Wir gehen damit jetzt in die Vorbereitungen der Ausschreibung.“ Wie lange die Arbeiten andauern werden, ist bislang noch nicht klar. Laut Grüschow sind drei Monate ein realistischer Zeitraum: „Mein persönliches Ziel ist die Umsetzung bis Ende des Jahres.“

Aber schon vorher beginnt im Rathaus das Stühlerücken. Es sei geplant, das Bauamt schon vor dem Umbau, möglichst bis Ende August, umzustrukturieren, so der Bürgermeister. Neben den baulichen und räumlichen Veränderungen müssen sich die Mitarbeiter auch auf thematische Neuerungen einstellen. Denn die Umverteilung von Zuständigkeiten ist ebenfalls Teil der Amtsverwaltung 2.0. Um sich auf die neuen Aufgabengebiete einzustellen, durchlaufen die Angestellten Fortbildungen. Diese richten sich nach der Veränderung des Aufgabenbereichs des jeweiligen Mitarbeiters: Wer ein komplett neues Gebiet übernimmt, bekommt eine externe Fortbildung. Wer einige zusätzliche Themen bearbeitet, wird nach Möglichkeit intern geschult, erklärt Grüschow. Das habe schon begonnen und werde in den kommenden Monaten so weiterlaufen. Das verschaffe einen gewissen Vorlauf bis zur konkreten Umsetzung. „Eine hundertprozentige Vorbereitung ist im Vorfeld aber nicht möglich. An bestimmten Stellen wird erst die Praxis zeigen, wo noch Nachholbedarf ist“, so Grüschow.

Ebenfalls Teil der Neuordnung ist die Schaffung neuer Planstellen, wovon eine zum Beispiel für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zuständig sein soll. „Wir haben viele Bewerbungen bekommen“, berichtet Christian Grüschow.

Auch im Internet ist der Veränderungsprozess vorangeschritten. Nachdem das Bürgerinformationssystem auf der neuen Homepage der Stadt Bützow lange nicht einsehbar war, ist es nun ordnungsgemäß freigeschaltet. Dort kann nun auf den Sitzungskalender und bereitgestellte Unterlagen zugegriffen werden.

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erstellt am 17.Jun.2017 | 05:00 Uhr

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