Bernitt : Streit um Feuerwehrhaus

Wehrführer Torsten Hohmann vor dem Feuerwehrgerätehaus in Bernitt. Die Kameraden wünschen sich den Neubau an gleicher Stelle.
Wehrführer Torsten Hohmann vor dem Feuerwehrgerätehaus in Bernitt. Die Kameraden wünschen sich den Neubau an gleicher Stelle.

Gemeindevertreter vertagen Beschluss zum Standort mit knapper Mehrheit / Kreisbrandmeister mahnt schnelle Entscheidung an

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02. Juni 2016, 05:00 Uhr

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bernitt steht möglicherweise auf der Kippe. Die Gemeindevertretung verschob auf ihrer jüngsten Sitzung einen Beschluss zum Standort . Damit gerät der Zeitplan für das Investitionsvorhaben ins Wanken. Und das könnte wiederum dazu führen, dass die vom Land in Aussicht gestellten Fördermittel nicht bereitgestellt werden. Denn das fließt nur, wenn bis zum 31. Dezember gebaut wird. Doch ohne dieses Geld ist der dringend notwendige Neubau aus finanzieller Sicht für die Gemeinde nicht zu stemmen.

Auf der Sitzung der Gemeindevertretung schlugen die Wogen hoch. Der Saal in Mosiall war bis auf den letzten Platz gefüllt. Anlass für das große Interesse war die Absicht, den Neubau des Gerätehauses auf dem Gelände des Bauhofes zu realisieren. Der befindet sich in der Nähe von Kindertagesstätte und Schule. Bisher steht die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt an der Hauptstraße, ist jedoch in einem desolaten Zustand.

Deshalb hatten die Kameraden gemeinsam mit Bürgermeisterin Birgit Czarschka (SPD) und den Gemeindevertretern seit über einem Jahr um einen Neubau gekämpft. Im Gespräch war lange Zeit nur der derzeitige Standort. Anträge an den Kreis und das Land wurden gestellt.

„Der Landkreis hat eine Förderung von 80 000 Euro in Aussicht gestellt“, erklärt Kreisbrandmeister Mayk Tessin. Zunächst gab es jedoch keine Unterstützung vom Land. Erst im Frühjahr habe das Land dann Hilfe zugesagt und 190 000 Euro in Aussicht gestellt, so Tessin. „Die Zusage galt für den bisherigen Standort“, so der Kreisbrandmeister. Daraufhin intensivierte die Gemeinde die Planungen für den Neubau mit einem Gesamtumfang von rund 400 000 Euro. Auf einer Beratung der Gemeindevertreter Anfang April sei dann ein zweiter Standort in die Überlegungen aufgenommen worden, erklärt Czarschka. Dabei geht es um das Areal des Bauhofes. Man habe intensiv über das Für und Wider beider Standorte diskutiert, erklärte die Bürgermeisterin. In einer Vorabstimmung hätten sich demnach zehn von zwölf Gemeindevertretern für den Bauhof ausgesprochen.

Und diese Entscheidung sorgt bei den Kameraden der Wehr für wenig Verständnis. Das machten viele Wehrleute während der Bürgerfragestunde deutlich. Gemeindevertreter (EB) und Wehrführer Torsten Hohmann gab dazu eine Erklärung der Wehr ab.

Daraufhin stellten die Gemeindeverteter Christian Schierning und Martin Hackbarth (beide CDU) den Antrag, die Entscheidung zum Standort zu vertagen. Sechs Gemeindevertreter folgten dem, fünf waren dagegen.

Mayk Tessin mahnte an, kurzfristig einen Beschluss herbeizuführern, ansonsten könnte der „Traum vom neuen Gerätehaus für lange Zeit“ vorbei sein.

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