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Bützower Zeitung

25. November 2017 | 01:19 Uhr

Schwaan : Streit um dreckige Sporthalle

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Schwaaner Sportvereine fühlen sich von der Stadt übergangen, weil diese die Hallenreinigung zur Diskussion stellt

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Die Schwaaner Sportvereine liegen derzeit im Streit mit der Stadtverwaltung. Grund dafür ist die Frage nach der Reinigung der Sporthalle. Der Aufhänger sei die Situation in den letzten Ferien gewesen, sagt Detlef Vogt, stellvertretender Vorsitzender des Schwaaner SV. „Uns wurde vom Hauptamt mitgeteilt, dass in dieser Zeit keine Hallenreinigung erfolgt. Das ist für uns ungünstig, weil wir uns dann ja auch im regulären Spielbetrieb befinden“, berichtet Detlef Vogt.

Die Stadt sei zunächst dafür verantwortlich, den Schulsport abzudecken, sagt Bürgermeister Mathias Schauer. Dementsprechend sorgt eine externe Reinigungsfirma dafür, dass die Sporthalle gesäubert wird, wenn der Unterricht vorbei ist. Derzeit ungeklärt ist jedoch, wer die Halle aufräumt und reinigt, wenn die Vereine sie nach ihren jeweiligen Trainingseinheiten verlassen. „Wenn wir dazu verpflichtet werden, müssen wir eine Firma beauftragen – und das wird richtig teuer“, sagt Detlef Vogt.

Bis vor einigen Jahren gab es noch einen Hallenwart, der sich darum kümmerte, dass die Halle in gutem Zustand ist. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand ist diese Stelle, die mit 40 Stunden bemessen war, nicht wieder besetzt worden. Zuständig ist nun der Bauhof. Es gebe dort auch einen Hallenwart, 40 Stunden umfasse diese Aufgabe nun allerdings nicht mehr, so Schauer.

Problematisch sei der Zustand, in dem die Vereine die Sporthalle hinterlassen. „Es werden in der Halle Essen und Getränke ausgegeben, das hinterlässt Spuren. Darüber muss diskutiert werden“, sagt der Bürgermeister.

Für Ralf Loheit, Präsident des Fußballvereins Schwaaner Eintracht, liegt das Problem vor allem in der Kommunikation zwischen den betreffenden Parteien. Er sagt: „Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten noch einmal gemeinsam an einen Tisch setzen und die Sachlage diskutieren.“ Die Organisation der Hallenreinigung durch die Vereine sehe er ebenfalls skeptisch. „Ich bin mir nicht sicher, ob das funktionieren kann. Am Ende wird die Verantwortung vielleicht von einer Mannschaft auf die andere abgewälzt“, sagt Loheit.

Käme es tatsächlich dazu, dass die Vereine die Hallenreinigung in Eigenregie verantworten sollen, müsse beispielsweise überlegt werden, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, so Detlef Vogt. Darüber werde aber erst diskutiert, wenn eine endgültige Entscheidung gefallen ist. Bislang stehen jedoch noch einige Gespräche an. „Wir wollen, dass die Situation bis zu Beginn der Sommerferien geklärt wird“, sagt der Bürgermeister.

Der Schwaaner SV zählt insgesamt knapp 600 Mitglieder. Gemeinsam mit den Mannschaften der Schwaaner Eintracht, die die Halle immer von Oktober bis Ende März nutzen, sind etwa 800 Hobbysportler in der Kleinstadt aktiv. „Daran sieht man deutlich den Stellenwert, den der Sport hier hat. Über so ein Angebot sollte sich die Stadt freuen“, so Detlef Vogt.

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