Laase : Straßenstreit: Lösung ist in Sicht

Die Bürgerinitiative lud zum öffentlichen Gespräch ein. Bürgermeisterin Astrid Peters (2. v. r.) stellte sich der Kritik. Unterstützt wurde sie dabei von Landrat Sebastian Constien (r.). Katharina von Stralendorff (Mitte) modierte die Runde.
Die Bürgerinitiative lud zum öffentlichen Gespräch ein. Bürgermeisterin Astrid Peters (2. v. r.) stellte sich der Kritik. Unterstützt wurde sie dabei von Landrat Sebastian Constien (r.). Katharina von Stralendorff (Mitte) modierte die Runde.

Bürgerinitiative lud zum Gespräch, um über Baumaßnahme zu diskutieren

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09. Januar 2017, 05:00 Uhr

Der seit Wochen schwelende Streit über die angedachte Sanierung der Kopfsteinpflasterstraße in Laase gipfelte am Sonnabend in einer öffentlichen Auseinandersetzung. Die Bürgerinitiative (BI) Laaser Dorfstraße lud zu einer Diskussionsrunde ein. „Wir stehen für eine offene Kommunikation, die wir seit der letzten Gemeindevertretersitzung leider vermissen“, begrüßte die Vorsitzende Katharina von Stralendorff die Teilnehmer der Veranstaltung. Zur Einführung in das Thema stellte BI-Mitglied Matthias Krempien die Argumente gegen die Asphaltierung der Straße noch einmal mit einer Präsentation dar und zeigte mögliche Alternativen auf. Grundtenor: Sanierung ja, aber nur zum Teil und dann mit Kopfsteinpflaster.

Neben Bürgermeisterin Astrid Peters (SPD) und diversen Gemeindevertretern war auch Landrat Sebastian Constien (SPD) zu der Veranstaltung gekommen – und nahm der BI den Wind aus den Segeln. Wenn es das Ziel sei, auch eine Kopfsteinpflaster-Variante für die Sanierung zu finden, „sollte das kein Problem sein“, so Constien. Der Beschluss der Gemeindevertretung sei lediglich die Grundlage für einen Fördermittelantrag und habe noch nichts mit der konkreten Ausführung der Maßnahme zu tun.

Im gleichen Atemzug kritisierte der Landrat die BI scharf: „Es irritiert mich, dass die Gemeindevertretung öffentlich angeschuldigt wird und Tatsachen geschaffen werden, die so nicht der Wahrheit entsprechen.“ Er sei sich sicher, dass die Bürgermeisterin und die Gemeindevertreter einem Kostenvoranschlag im Sinne der BI sicher nicht ablehnend gegenüber stünden. „Ich appelliere für einen Dialog, alles andere ist nicht gesund“, betonte der Landrat.

Die Bürgermeisterin stimmte dem zu und wies den Vorwurf der fehlenden Kommunikation entschieden von sich: „Die Bürgermeistersprechstunde steht jedem offen. Es ist keiner gekommen.“ Und auch die offene Fragestunde in der Gemeindevertretung wurde nicht genutzt. „Nach der Sitzung im Oktober habe ich gesagt, ich melde mich, wenn es neue Erkenntnisse zur Sanierung gibt. Aber das ist bislang einfach nicht der Fall“, so Astrid Peters. Eine Asphaltierung der Laaser Dorfstraße habe zu keinem Zeitpunkt festgestanden.

Am Ende der Diskussionsrunde wurden versöhnliche Töne angeschlagen. In Übereinstimmung mit den anwesenden Gemeindevertretern sagte die Bürgermeisterin zu, einen Kostenvoranschlag für eine Straßensanierung mit Kopfsteinpflaster einzuholen, viele der Teilnehmer wirkten beschwichtigt.

Ob letztlich aber überhaupt etwas passiert, steht längst nicht fest. Denn dass am Ende überhaupt Fördermittel fließen, könne auch er nicht garantieren, betonte der Landrat.

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