Kein Geld für den Radweg : Straßen sind eine Last für Warnow

Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg ist landschaftlich reizvoll. Doch die alte Pflasterstraße ist in die Jahre gekommen. Für einen kombinierten Geh- und Radweg rechts gibt es bisher kein grünes Licht vom Landkreis.
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Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg ist landschaftlich reizvoll. Doch die alte Pflasterstraße ist in die Jahre gekommen. Für einen kombinierten Geh- und Radweg rechts gibt es bisher kein grünes Licht vom Landkreis.

Geplanter Rad- und Gehweg zwischen Eickhof und Eickelberg bleibt auch in Zukunft ein Wunsch der Gemeinde

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09. März 2016, 12:00 Uhr

„Wir sind reich an Straßen und Bäumen, aber arm an Geld“, sagte Warnows stellvertretender Bürgermeister Lutz Ritter. Der desolate Zustand der Wege in der Gemeinde war ein zentrales Thema auf der Gemeindevertretersitzung am Montagabend. Und es musste Geld freigegeben werden, um zumindest ein wenig Abhilfe zu schaffen.

Eine dieser Straßen, die der Gemeinde so viel Kopfzerbrechen bereitet, ist die zwischen Eickhof und Eickelberg. Wer auf der etwa dreieinhalb Meter breiten Pflasterstraße unterwegs ist, fühlt sich zurückversetzt in die Zeit der Pferdewagen. Doch die haben längst ausgedient. Die Fahrzeuge, die hier entlangfahren, sind heute größer und schwerer. Und das macht sich seit Jahren auf dem Pflaster bemerkbar. Es gibt Absenkungen und Löcher. Einzelne Steine werden ganz herausgerissen. Da die Gemeinde aber kein Geld für eine Sanierung hat, haben in der Vergangenheit Gemeindearbeiter, die über den zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt waren, versucht, die schlimmsten Stellen „neu aufzupflastern“, erklärte Lutz Ritter. Doch das ist nicht so gelungen. Deshalb muss jetzt noch einmal eine Firma ran, um mit einer Rüttelplatte die gröbsten Dellen auszugleichen. „Wir können das nur jetzt machen, weil der Boden noch locker ist“, sagt Lutz Ritter. Deshalb hatte er kurzfristig Angebote eingeholt, damit die Arbeiten noch erledigt werden können. Rund 900 Euro gaben die Gemeindevertreter für die Reparaturarbeiten am Montagabend frei.

Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg steht aber auch noch wegen eines anderen Projektes im Fokus der Gemeindevertreter. Seit Jahren möchte n sie dort einen kombinierten Geh- und Radweg bauen. Doch das Vorhaben wurde bisher vom Kreis abgelehnt. „Der Weg soll von Eickhof kommend auf der rechten Seite in Richtung Eickelberg entlanggeführt werden“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister. Doch der Kreis, speziell die untere Naturschutzbehörde, habe gefordert, dass der Weg einen Abstand von fünf Metern zu den Baumkronen haben müsse, auch um das Wurzelwerk zu schonen. „Wir müssen dann in erheblichem Maß Land zukaufen. Das können wir nicht“, sagt Ritter.

Deshalb sei nach einer Alternative gesucht worden, möchte den Weg nicht aus Bitumen sondern aus einem speziellem wasserdurchlässigen Material bauen, das auch auf dem Radweg zwischen Pustohl und Bützow verwendet wurde. Außerdem soll der Antrag noch einmal gemeinsam mit einem Planungsbüro überarbeitet werden, entschieden die Gemeindevertreter. Ein entsprechendes Angebot gebe es, erklärte Lutz Ritter zuvor.

Um überhaupt etwas Greifbares zu haben, wolle man nun zumindest den Gehweg in Eickhof weiterführen. Der endet auf der linken Seite rund 200 Meter vor dem Ortsausgangsschild. „Dort soll er auf die rechte Straßenseite wechseln, weil links kein Platz ist“, erklärt Lutz Ritter. Ob das alles so umsetzbar ist, müsse nun mit dem Kreis abgestimmt werden.

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