Bützow : „Stille Post“ in die JVA Bützow

Wie gelangten u.a. Handys hinter diese Mauern? Das versucht das Gericht erneut zu klären.
Wie gelangten u.a. Handys hinter diese Mauern? Das versucht das Gericht erneut zu klären.

Verfahren gegen einen Beamten des Strafvollzuges wird erneut aufgerollt

svz.de von
03. Juli 2014, 17:08 Uhr

Das Rostocker Landgericht hat jetzt erneut das Strafverfahren gegen einen Beamten im Strafvollzug in der JVA Bützow eröffnet. Der 49-Jährige war nach einem wahren Verhandlungsmarathon von der Berufungskammer des Landgerichtes am 21. Mai 2012 wegen Vorteilsannahme zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Dagegen legte er Berufung beim Oberlandesgericht ein, das das Urteil aufhob.


Vorwurf: 15 000 Euro Bestechungsgeld


Die ganze Geschichte beginnt aber schon fünf Jahre früher. 2007 erhielt der Angeklagte einen Strafbefehl wegen Bestechlichkeit über eine Freiheitsstrafe von elf Monaten. Er legte dagegen Einspruch ein. Das Amtsgericht Güstrow sprach ihn am 23. Dezember 2009 jedoch frei. Dagegen legte die Rostocker Staatsanwaltschaft Widerspruch ein, dem stattgegeben wurde.

Dem Beamten wurde vorgeworfen, über Mittelsmänner von dem bekannten Rostocker Rotlichtkönig Artur B. Bestechungsgelder für das Einschleusen von Nachrichten, Handys und SIM-Karten – die Staatsanwältin sprach von einer „stillen Post“ in die Justizvollzugsanstalt Bützow – entgegengenommen zu haben. 15 000 Euro sollen über die damalige Anwältin des Artur B. an den Angeklagten geflossen sein. Eine wichtige Rollen in diesem Konzert habe der gerichtsbekannte Norbert W. gespielt.

Was die Geschäftsbeziehung der Männer enttarnt hat und wo die Staatsanwaltschaft fündig geworden ist, lesen Sie in der Bützower Lokalausgabe der Schweriner Volkszeitung vom 4. Juli und im ePaper.



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