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Bützow nach dem Tornado : Stiftskirche: Zeichen der Hoffnung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Reparatur des höchsten Gebäudes der Stadt hat begonnen

svz.de von
erstellt am 07.Mai.2015 | 21:32 Uhr

Es gibt hoffnungsvolle Zeichen in diesen Tagen. Gestern machte sich der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Dr. Andreas von Maltzahn, ein Bild von den Schäden an der Bützower Stiftskirche. Gemeinsam mit Bausachverständigen, Ingenieuren und auch dem Kirchgemeinderat ging es darum, eine Strategie zu entwickeln, wie dem vom Tornado stark gezeichneten Gotteshaus geholfen werden kann.

„Und dabei ist eine Entscheidung das allerwichtigste“, sagt Hartmut Böhnke. Der Architekt begleitet seit mehr als 20 Jahren die Sanierung der 2007 zum Nationalen Kulturdenkmal erhobenen Kirche. „Die Allianz hat uns die 100-prozentige Kostenübernahme aller bereits sichtbaren und noch zum Vorschein kommenden Schäden zugesichert. Wir dürfen sofort mit allen notwendigen Arbeiten beginnen.“ Der gebürtige Bützower ist darüber nicht nur glücklich, sondern für ihn ist es ein Zeichen für die gesamte Stadt. Vom höchsten Gebäude gehe ein Zeichen der Hoffnung aus. Böhnke: „Dieses Entscheidung setzt ein Zeichen.“ „Es ist wirklich ein guter Tag“, ergänzt Pastor Karl-Martin Schabow.

Umgehend habe man mit den ersten Maßnahmen begonnen. Dazu gehören, dass bereits am Morgen Mitarbeiter TSP-Spezialbau GbR aus Drechow begannen, noch lose Ziegel zu entfernen. Außerdem machten sie sich daran, die Südseite des Kirchenschiffes Stück für Stück auszubessern. Das war nicht so stark beschädigt.

Am Nachmittag wurde dann um die gesamte Kirche ein Bauzaun gesetzt. Heute sollen an dem stark geschädigten Turm 25 Rissmonitore angebracht werden. „Diese zeichnen alle Risse im Mauerwerk auf und auch wie sich diese Risse in Höhe und Breite weiter verändern“, erklärt Böhnke. Parallel dazu wird die Einrüstung der Kirche und des Turmes vorbereitet. Das könne einige Zeit dauern. Deshalb werde man auch das Wochenende nutzen, um das Kirchenschiff mit Planen und Latten zu sichern, damit kein Wasser eindringt und Gewölbe, Mauern, Dachkonstruktion weiter geschädigt werden.

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