Bützow : Stiftskirche erhält drei neue Glocken

Freuen sich über den Auftrag an die Gießerei: Pastorin Johanna Levetzow und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Matthias Röse.
Freuen sich über den Auftrag an die Gießerei: Pastorin Johanna Levetzow und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Matthias Röse.

Sie kosten mehr als 90 000 Euro und sollen im Frühjahr 2020 gegossen werden

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18. März 2019, 05:00 Uhr


Große Freude in der Mitgliederversammlung des Fördervereins Stiftskirche Bützow: Pastorin Johanna Levetzow und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Matthias Röse, unterschrieben den Auftrag für den Guss dreier neuer Glocken für das Bützower Gotteshaus.

Den Zuschlag im Wert von mehr als 90 000 Euro erhielt die Glockengießerei Bachert aus Neunkirchen. „Die Firma Bachert hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Glocken für Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern gegossen und gilt als besonders erfahren und zuverlässig“, sagt Rainer Boldt, der Vorsitzende des Fördervereins Stiftskirche Bützow. Möglich wurde der Zuschlag, weil die Stadt Bützow im Februar eine Förderung von 10 000 Euro bewilligt hat. Mit den Eigenmitteln des Fördervereins war damit die Finanzierung der Glocken gesichert. Bis die Glockenbronze aber tatsächlich in die Formen fließt, wird noch einige Zeit vergehen. Der Gusstermin liegt voraussichtlich im Frühjahr 2020 – nach alter christlicher Tradition an einem Freitag um 15 Uhr. In den nächsten Monaten muss sich der Kirchengemeinderat über die endgültige Gestaltung aller Glocken einigen. Dann sollen die fertigen Modelle im Spätsommer dieses Jahres in der Stiftskirche der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Außerdem müssen Baumaßnahmen für den Einbau der Glocken vorbereitet werden. „Wenn alles nach Plan läuft, wird das neue Geläut erstmals im Frühsommer 2020 erklingen und die Stiftskirche damit nach über 100 Jahren ihre Stimme zurück bekommen“, sagt Rainer Boldt. Bis dahin bitte der Förderverein weiter um Spenden.

Zur Geschichte der Glocken: Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es vier Glocken in der Stiftskirche. Drei wurden demontiert und abtransportiert. Sie wurden vermutlich zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Ein Schicksal, das die Bützower Kirchenglocken mit vielen anderen teilen. Nur eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1486 blieb hängen. Zudem gibt es eine zweite Bronzeglocke und eine aus Eisen, beide aus den 1950er Jahren. Die fehlende größte Glocke, rund 2,7 Tonnen schwer, soll neu gegossen werden.

Außerdem soll die Eisenglocke ersetzt und die vorhandene Bronzeglocke aus den 1950er Jahren umgegossen werden. Letzteres ist notwendig, weil das Material zu dünn ist.


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