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Bützower Zeitung

24. Oktober 2017 | 09:24 Uhr

Bützow : Stehen mit Rat und Tat zur Seite

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Landsenioren des Bauernverbandes treffen sich regelmäßig, um über Vergangenheit und Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Sie wollten sich einfach mal wiedersehen – die Landsenioren des Bauernverbandes. Als sich die ehemaligen Landwirte aus der Region 1996 zu einem Treffen verabredeten, entwickelte sich schnell die Idee, regelmäßige Zusammenkünfte zu organisieren. Jetzt besteht der Verein seit gut 20 Jahren. „Das hat keiner kommen sehen, dass es so gut ankommt“, sagt Horst Deisting. Er ist Mitbegründer der Landsenioren, die unter dem Schirm des Bauernverbandes entstanden.

Auch Vereinsvorsitzender Manfred Sablofski hätte sich so einen großen Andrang nicht vorstellen können. „Es kamen zwischen 50 und 60 ehemalige Landwirte. Angesetzt war das Treffen mit zwei Stunden, am Ende saßen wir dort fünf Stunden“, so Sablofski. „Es war schön, unter alten Arbeitskollegen, Kampfgefährten seiner Zeit, zu sein“, so Deisting.


Fachsimpeln und Geselligkeit


Wegen der hohen Teilnahme an dem Treffen, entwickelte sich rasch die Idee, dass sich ehemalige Landwirte als Landseniorenverein zusammensetzen könnten. Die offizielle Gründung erfolgte am 17. Juni 1999, getroffen wurde sich aber schon seit 1996 regelmäßig. „Wir sind kein eingetragener Verein, sondern eine lose Interessengemeinschaft. Jeder der Lust hat und einmal in der Landwirtschaft eine leitende Position innehatte, kann kommen“, sagt Deisting.

Gemeinsam entwickelten die Landsenioren einen Fahrplan für ihre Mitglieder. Der enge Kontakt zum Bauernverband stand dabei ebenso im Fokus wie gemeinsame Freizeitunternehmungen. Oftmals auch verknüpft. „Bei Flurbegehungen fahren wir zu Agrarbetrieben und schauen uns an, wie dort gearbeitet wird. Bei einem kleinen Imbiss wird dann gefachsimpelt und früher mit heute verglichen“, erzählt Deisting. „Wir haben hier wunderbare Landwirtschaftsbetriebe. Ich bin froh, dass ich das noch erleben kann“, sagt auch Friedrich Vernunft.

Die Besuche auf den Betrieben würden aber nicht nur den Senioren etwas bringen. „Die jungen Bauern empfinden es auch als Anerkennung, wenn wir sie besuchen“, sagt Sablofski. Und wenn der Nachwuchs Fragen an die Senioren hat, stehen diese ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Vor allem in der Anfangszeit war die Frage, wie es mit der Wirtschaft nach der Wende weiterging, ein großes Thema. „Der Bauernverband war nach der Wende der Hauptansprechpartner für viele Leute aus den Dörfern“, so Deisting. Dort besprochene Themen wurden auch bei den Senioren aufgegriffen. Auch heutzutage fachsimpeln die Altbauern, wie es sich mit der Landwirtschaft in Mecklenburg verhält.

Es kommen aber nicht nur harte Themen auf den Tisch der Landsenioren. „Wir sind hier, weil wir uns gemeinsam wohlfühlen“, sagt Sablofski. Die Landsenioren halten regelmäßige Veranstaltungen ab. Wichtig dabei: Es soll ein Sammelpunkt für den Austausch sein.


Regelmäßige Veranstaltungen


Getroffen wird sich zu Geburtstagen und vier festen Veranstaltungen im Jahr. Dazu gehören ein Ausflug im Mai mit den Ehepartnern, die Flurbegehung im Juni oder Juli, ein Weihnachtspreisskat im Winter und der „Klönsnack“ im Sommer, der von den Frauen initiiert wurde. Und auch gemeinsame Fahrten nach Polen oder Tschechien waren bis zu diesem Jahr eine feste Größe im Vereinsleben. Die müssen aber aus Altersgründen wegfallen. „Die Veranstaltungen waren immer gelungen. Sonst hätten wir auch nicht so lange bestanden“, sagt Manfred Sablofski.

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