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Wohnungsbrand Bützow : Staubsauger defekt, 40 Personen evakuiert

vom

Glück im Unglück hatten gestern die Bewohner im Rühner Landweg Nummer 16. Im dritten Stock brach am Vormittag gegen 10.40 Uhr ein Brand in einem Schlafzimmer aus und zerstörte einen Großteil der Wohnung.

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erstellt am 10.Jul.2013 | 12:05 Uhr

Bützow | Glück im Unglück hatten gestern die Bewohner im Rühner Landweg Nummer 16. Im dritten Stock brach am Vormittag gegen 10.40 Uhr ein Brand in einem Schlafzimmer aus und zerstörte einen Großteil der Wohnung bzw. des Aufgangs. Auch die Wohnungen darunter und darüber wurden erheblich beschädigt. Der gesamte linke Aufgang bis hin zum Keller lief mit Löschwasser voll, die obere Etage wurde zudem durch die Hitze und den Rauch in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde dabei aber zum Glück niemand. Vorsorglich mussten jedoch 40 Personen aus dem Gebäude evakuiert werden.

"Ich bin durch die Sirene auf den Brand aufmerksam geworden und sofort durch den Hausflur gelaufen und habe die anderen Mieter aus ihren Wohnungen geholt", sagt Axel Fitz, der sich zu diesem Zeitpunkt bei seinen Eltern im unteren rechten Aufgang aufhielt und der nicht lange zögerte. Dementsprechend konnte sich die Bützower Feuerwehr, die nur fünf Minuten nach dem Alarm anrückte, komplett auf den Brand konzentrieren und musste keine Personen mehr bergen. "Das Kaninchen konnten wir aber noch retten", sagt Feuerwehrmann Ricardo Laasch, der mit einem Kollegen in die brennende Wohnung vorrückte und das Haustier in Sicherheit brachte. Insgesamt waren vier solcher Trupps mit einem Pressluftatmer (PA) vor Ort. Die Brandbekämpfung verlief dann problemlos, wenngleich nicht mehr viel zu retten war. "Nach Aussage der Wohnungsinhaberin wurde der Brand durch einen technischen Defekt des Staubsaugers ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich das Feuer aus, sodass die Frau die Wohnung verlassen musste", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Der Gesamtschaden werde sich nach Begutachtung auf mehrere tausend, ja sogar über hunderttausend Euro belaufen. Das ist die finanzielle Seite. Die verbrannten privaten Fotos, Schriftstücke und anderen Habseligkeiten kann den Geschädigten aber keiner ersetzen. Der Einsatz der Bützower und Tar nower Feuerwehren, die mit insgesamt 29 Kameraden und sieben Fahrzeugen vor Ort waren, dauerte bis zum Mittag an. Anschließend erfolgte die Übergabe des Einsatzortes an den Brandursachenermittler der Kriminalpolizei.

Immerhin darf mittlerweile zumindest der rechte Teil des Aufgangs wieder in ihre Wohnungen zurück, die andere Seite bleibt bis auf weiteres unbewohnbar. Doch auch für diese Bewohner wurde eine Lösung gefunden "Das ist alles geregelt. Alle sind untergekommen, in anderen Wohnungen oder bei Verwandten. Da gab es sehr viel Eigeninitiative der Betroffenen", sagt Hans-Herrmann Wrobel, geschäftsführender Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Nord Güstrow, der der Wohnblock gehört.

Von ihr waren gestern schon Mitarbeiter vor Ort und begannen zumindest mit den Aufräumarbeiten. "Wir müssen sehen, dass wir jetzt das Wasser aus den Wohnungen und Kellern kriegen. Wir haben schon mit dem Absaugen begonnen", sagt Wrobel. Er sei heilfroh, dass niemand zu Schaden gekommen ist. "Außerdem bin ich sehr, sehr dankbar über das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und das umsichtige Verhalten der Betroffenen in der Situation", sagt Hans-Herrmann Wrobel.

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