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Bützower Zeitung

26. September 2017 | 02:21 Uhr

Bützow : Startschuss für das Walddorf

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bau der neuen Attraktion in der Miniaturstadt kann beginnen

von
erstellt am 08.Sep.2017 | 05:00 Uhr

In kleinen Holzhäusern, die auf Pfählen stehen, abenteuerliche Tage verbringen. Das können spätestens im nächsten Jahr kleine Besucher der Bützower Miniaturstadt. Dann soll das Walddorf bezugsfertig sein. Gestern gab es die erste Bauberatung. Fast fünf Jahre haben Birgit Czarschka vom Förderverein der Miniaturstadt und ihre Mitstreiter auf diesen Tag gewartet.

Unzählige Löcher sind ausgehoben. Darum liegen Holzverschalungen. Sie sind notwendig, um in den nächsten Tagen die Fundamente für die Stützpfeiler zu gießen. Insgesamt 86 werden benötigt, damit später darauf die Häuser gesetzt werden können. Weitere Fundamente kommen später hinzu für die Laufstege, die die Häuser in einer Höhe zwischen einem und zwei Metern miteinander verbinden.

„Im Sommer 2012 entstand beim Förderverein der Miniaturstadt die Idee vom Walddorf“, blickte Birgit Czarschka gestern auf den Anfang zurück. Bereits ein halbes Jahr später gab es grünes Licht vom Landesamt für Gesundheit und Soziales MV (Lagus) und zugleich 10 000 Euro Fördermittel. Schnell entstanden auch die einzelnen Elemente für die Schlafhäuser. Bis Februar 2013 waren rund 60 Prozent aller Einzelelemente fertig. Was dann folgte, hatte Birgit Czarschka seinerzeit nicht geahnt.

„Bei dem Walddorf handelt es sich um einen Sonderbau“, erklärt Architekt Hartmut Böhnke, der das Projekt von Anfang an begleitet. Und das stellt besondere Anforderungen. Es mussten ein Bebauungsplan erstellt, ein Statiker und ein Prüfstatiker herangezogen werden. Dieses umfassende Genehmigungsverfahren sorgte dafür, dass der Baubeginn immer wieder verschoben werden musste. Das Lagus erhöhte die Fördersumme auf über 15 000 Euro und auch die Ospa-Stiftung förderte die Idee mit 10 000 Euro. „Damit haben wir dann das gesamte Genehmigungsverfahren finanziert“, sagt Birgit Czarschka.

Doch damit war noch kein einziges Haus gebaut. Die Vereinschefin erzählte Landesminister Till Backhaus (SPD) im November 2016 von der Idee. Und der stellte den Kontakt zur Deutschen Wildtierstiftung Hamburg her. Auch dort stieß Birgit Czarschka auf offene Ohren. „Im Frühjahr kam die Zusage über 30 000 Euro“, so die Vereinsvorsitzende. Damit war der Weg frei, die weiteren Bauplanungen voranzutreiben.

Insbesondere ging es darum, Firmen zu finden, die die Kapazitäten haben. „Eine Bedingung für uns war, dass wir dazu Firmen engagieren, die uns in den zurückliegenden Jahren immer wieder unterstützt haben“, sagt Birgit Czarschka. Der Vorteil: Da es sich um Stiftungsgelder handelt, musste der Verein keine Ausschreibung tätigen, sondern konnte Wunschpartner direkt ansprechen. Bei den Erd- und Fundamentarbeiten ist so der Einzelunternehmer Denny Schmidt mit im Boot. Für die Holzarbeiten wird Zimmermann Stephan Linde verantwortlich zeichnen. Den Experten zur Hand gehen werden Mitarbeiter der Miniaturstadt aus dem Programm Bundesfreiwilligendienst. Und begleitet werden die Bauarbeiten von Gisela Jörn. Sie hat rund 20 Jahre als Baubetreuerin gearbeitet und war als Anleiterin in der Miniaturstadt tätig.

Der Anfang kann nun gemacht werden. Doch das Stiftungsgeld wird noch nicht ausreichen, das komplette Projekt umzusetzen. Die Initiatoren hoffen auf weitere Förderer und Unterstützer.

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