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Bützower Zeitung

21. November 2017 | 05:46 Uhr

Bützow : Stadtansichten in Acryl

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Malerin Christine Metz eröffnet am Freitag ihre Ausstellung in Hartfils Hof

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Bunt, frisch und vor allem lebhaft sind die Bilder von Künstlerin Christine Metz aus Uetersen. Gemalt hat die 49-Jährige im letzten halben Jahr verschiedene Bützower Ansichten, die sich vor allem durch den expressionististen, großflächigen Stil auszeichnen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind ab Freitag in Hartfils Hof in der Wollenweberstraße zu sehen.

Im Großraum Hamburg lebend, ist Christine Metz eigentlich eine waschechte Mecklenburgerin. Geboren in Warin und aufgewachsen in Güstrow, blieb die Malerin ihrer Heimat stets eng verbunden. Gelernt hat sie unter anderem vom Güstrower Künstler Alexander Hässner, der sein Atelier lange im Turm des Güstrower Schlosses hatte, sowie vom Rostocker Gerhard Weber. Besonders geprägt habe sie aber einer der wohl berühmtesten Söhne Güstrows, Ernst Barlach. „Schon als Kind war ich mit meinen Eltern regelmäßig in der Gertrudenkapelle, mit jedem Besuch zudem dutzendfach im Atelierhaus am Inselsee“, sagt Christine Metz.

Während der Bildhauer vor allem Motive wie Leid, Reue und Verzweiflung für seine Werke wählte, strotzen die Acrylbilder von Metz nur so vor Kraft und Farbe. „Von Barlach habe ich mir aber abgeschaut, dass er sich auf das Wesentliche beschränkt und Dinge auf den Punkt bringt – das möchte ich auch mit meinen Bildern“, sagt die 49-Jährige.

Als Motive ihrer Bützower Ansichten hat sich Christine Metz vor allem für markante Gebäude und Landschaften entschieden. Die alte Mühle mit dem Kornspeicher lässt sich auf den großflächigen Leinwänden der Ausstellung ebenso wiederfinden wie das Getreidesilo am Bahnhof, die Stiftskirche und das Gesellschaftshaus. Ein wenig aus der Reihe tanzen da schon ein Blick auf das Klosterensemble Rühn, ihre Sicht auf die Warnow sowie ein Abbild der Güstrower Sumpfseewiesen. Das Besondere: Als Vorbild nahm die Künstlerin nicht etwa Postkarten oder Fotos zur Hand, sondern malte direkt in der Natur. „Meine Staffelei stelle ich immer in der Nähe des Motivs auf und male vor Ort“, sagt die Uetenserin.

Etwa zwei bis vier Stunden nehme so ein „Außeneinsatz“ in Anspruch. Auf diese Art und Weise entstanden in den letzen sechs Monaten 14 großflächige Bilder, die sie jetzt ausstellt. Neben den Farbklängen war der Künstlerin dabei vor allem die Entstehung ihrer Werke wichtig. „Ich möchte kein gelacktes, perfektes Bild. Viel besser ist es, wenn der Betrachter die einzelnen Schritte des Malprozesses nachvollziehen kann“, sagt Christine Metz.

Zu sehen sind die Bilder vom 16. September bis 31. Dezember jeweils mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr in Hartfils Hof in der Wollenweberstraße

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