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Bützower Zeitung

20. November 2017 | 06:37 Uhr

Bützow : Stadt will Einigung mit Pächtern

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Hauptausschuss beschließt Maßnahmen, um Gartenbesitzer im geplanten Baugebiet zur zügigen Grundstücksübergabe zu motivieren

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Dass die Stadt Bützow sich vergrößern und neue Bauplätze erschließen will, ist unlängst beschlossene Sache (SVZ berichtete). Das Baugebiet zwischen Leninring und dem Warnowweg bringt allerdings Probleme mit sich, da auf diesem Grund Gärten bewirtschaftet werden. Die Stadt pocht darauf, möglichst schnell in die Vollen gehen zu können, doch dafür müssen Einigungen mit den Pächtern erzielt werden.

19 Gärten werden von der Stadt verpachtet, neun an den Kleingartenverein „Warnowgrund“. Die Pachtverhältnisse, die direkt von der Stadt und den Gärtnern geschlossen wurden, können ordentlich mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. „Aber unser Ziel ist eine faire Lösung“, sagt Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos). Deswegen wird nun der Dialog gesucht.

Dies geschieht aber auch aus einem anderen Grund. Nämlich, um schneller zu handeln. Den Pächtern werden Anreize gegeben. Sollten sie binnen zwei Monaten nach Erhalt der Kündigung das Grundstück übergeben, können sie es einerseits unberäumt hinterlassen, andererseits erwartet sie eine finanzielle Entschädigung.

Anders verhält es sich bei den neun Gärten des „Warnowgrunds“. Die Pächter sind durch das Bundeskleingartengesetz geschützt. Die Verträge zwischen der Stadt und dem Kleingärtnerverein können erst gekündigt werden, wenn der B-Plan für die Flächen rechtskräftig ist. Und dann nach gesetzlichen Fristen. „Das würde uns Monate kosten“, so Grüschow.

Um aber dennoch zu einer zügigen Lösung zu gelangen, haben die Mitglieder des Hauptausschusses beschlossen, dass die Stadt auch an diese Gärtner herantritt und ihnen ebenfalls Anreize bietet, das Grundstück zu übergeben. Wie bei den direkt geschlossenen Verträgen kann das Grundstück unberäumt hinterlassen werden, wenn die Übergabe binnen zwei Monaten nach Kündigung erfolgt. Zudem sollen ebenfalls Entschädigungszahlungen getätigt werden. „Dafür hat die Stadt einen gewissen Handlungsspielraum“, sagt Christian Grüschow.

Hintergrund: Die Stadt plant auf dem Areal die Erbauung von 13 Grundstücken mit einer Größe von 600 bis 900 Quadratmetern. Ein weiteres Areal hinter dem jetzigen Neubaugebiet an der Pustohler Chaussee in Richtung Rühn soll Platz für etwa 40 Eigenheime bieten. Dabei handelte es sich um eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche, was die Planung für die Stadt anders als am Warnowweg vereinfacht.

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