Bützow : Stadt erhört Wunsch der Kleingärtner

In Bützow muss Gartenland für neue Eigenheimstandorte weichen.
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In Bützow muss Gartenland für neue Eigenheimstandorte weichen.

Hauptausschuss beschließt Fristverlängerung zur Übergabe genutzter Flächen wegen Tierhaltung

svz.de von
04. April 2017, 05:00 Uhr

Dass es 28 Parzellen der Kleingartenanlage „Warnowgrund“ an den Kragen geht, ist längst beschlossene Sache. Die Stadt will auf dem Areal Eigenheime bauen. Im Februar votierte der Hauptausschuss dafür, dass die Gärtner schnellstmöglich ihre Parzellen abgeben. Um das Vorhaben zeitlich voranzutreiben, stellte die Stadt Entschädigungszahlungen sowie die Möglichkeit, die Flächen unberäumt zu übergeben, in Aussicht (SVZ berichtete). In seiner jüngsten Sitzung ruderte der Hauptausschuss nun teilweise zurück und ging auf die Wünsche der Kleingärtner ein.

Während einer Informationsveranstaltung, in der die Stadt den „Warnowgrund“-Vorstand sowie die betroffenen Pächter über die geplante Vorgehensweise informierte, wiesen die Pächter darauf hin, dass die Mehrheit von ihnen Tiere wie Hühner, Tauben und Co. auf ihren Parzellen hält. Eine Umsiedlung der Tiere binnen zwei Monaten nach Erhalt der Kündigung (diese Frist berechtigt zur Entschädigung) beziehungsweise ein anderes geeignetes Grundstück für sie zu finden, sei unmöglich. Zudem hätten einige der gehaltenen Tiere bereits Junge, was die Umsiedlung zusätzlich erschwere.

„Somit stellt sich eine besondere Situation dar“, heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage des Hauptausschusses. Laut Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) wurde nun nach Lösungen gesucht, sodass die Gärtner zufrieden sind und den Tieren nicht zu Leibe gerückt werden muss. Die Stadt hätte den Wünschen nicht entgegenkommen müssen, „aber wir wollten eine einvernehmliche Lösung finden“. Laut Grüschow konnten die betroffenen Kleingärtner mit diesem Angebot gut leben.

Unter Beibehaltung der beschlossenen Vorgehensweise zu Entschädigungszahlungen wurde die Frist nun einstimmig für den 31. Oktober festgesetzt. Dafür prüfte die Stadt im Vorfeld, ob damit Einschränkungen bei der Erschließung des Geländes einhergehen würden. Dies sei laut Grüschow jedoch nicht der Fall, da mit den Arbeiten im vorderen Bereich angefangen wird, wo noch die Frist des 31. Mai gilt. „Das passt soweit“, so Grüschow. Die Gebiete werden also aus baulicher Sicht voneinander abgekoppelt.

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