Bützow : Stadt behält Fäden in der Hand

Wer gibt den Ton an, wie hier beim Hafenfest oder auch bei den Bützower Gänsemarkttagen? Die Stadtvertreter möchten da schon ein gewichtiges Wort mitreden.
Wer gibt den Ton an, wie hier beim Hafenfest oder auch bei den Bützower Gänsemarkttagen? Die Stadtvertreter möchten da schon ein gewichtiges Wort mitreden.

Hauptausschuss bestätigt Termine für Frühlings-, Hafen- und Stadtfest / Diskussion über externe Veranstalter und Eintrittsgeld

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27. Januar 2016, 12:00 Uhr

Mit dem Frühlingsfest am 1. Mai im und am Krummen Haus beginnt die Freiluftsaison der städtischen Veranstaltungen. Dieser Termin wurde jetzt vom Hauptausschuss bestätigt. Ebenso die Termine für das Hafenfest (2. und 3. Juli) und die Bützower Gänsemarkttage. Das Stadtfest findet traditionell am letzten Augustwochenende statt, in diesem Jahr also vom 26. bis 28. August.


Hafenfest ist eine Sache der Vereine


Über das Wie, vor allem beim Hafenfest, wurde zuvor noch einmal diskutiert. Den Anstoß gab Wolfgang Wehrmann (Einzelbewerber). Er fragte, ob die Organisation des Hafenfestes möglicherweise in die Hände eines externen Event-Managers gegeben werden sollte. Wehrmann meinte sich zu erinnern, dass darüber vor Jahren schon einmal mit einem Bützower Getränkehändler gesprochen worden sei. Gleiches gelte auch für das Stadtfest. Dort wünscht sich der Stadtvertreter einen Veranstaltungsbereich mit freiem Eintritt und einen zweiten, auf dem ein Dritter die organisatorischen Fäden zieht – und dort auch Eintritt verlangen kann. Wehrmann verweist auf das Brückenfest in Schwaan.

Die Stadt sei für manches offen, sagten Bürgermeister Christian Grüschow und Hauptamtsleiter Frank Endjer. „Wir haben uns auch das Modell in Schwaan angeschaut. Dort gibt es aber andere Bedingungen“, schränkt Endjer ein. Auch bestehe das Problem, dass sich der Veranstalter die Rosinen bei einem Stadtfest herauspickt. „Das Beiprogramm, wie zum Beispiel die Müllabfuhr, die Straßenreinigung und die Leistungen des Bauhofes, die bleiben dann trotzdem bei uns hängen“, erklärt Endjer.

Joachim Fiedler (SPD) verweist darauf, dass man sich schon einmal Angebote eingeholt hätte. Das sei teurer gewesen. Wenn die Stadt es selbst macht, hätte man Einfluss auf das Geschehen, „dann ist es steuerbarer“.

Bezogen auf das Hafenfest erklärte Christian Grüschow: „Das ist ja etwas sehr Spezielles von Bützow, liegt mit Unterstützung der Stadt deshalb auch in den Händen der Vereine.“ Und da sollte es nach Auffassung von Ralf-Peter Katzer (UBB) auch bleiben: „So haben die Vereine auch die Möglichkeiten, Einnahmen zu akquierieren für ihre weitere Arbeit.“

Dennoch möchte Christian Grüschow das Thema nicht ganz vom Tisch wischen. Er könnte sich vorstellen, dass eine Agentur eine andere Veranstaltung, zum Beispiel ein Konzert, in Bützow organisiert. „Dann können wir schauen, ob das funktioniert.“ Für die Feste in diesem Jahr sollte die Organisation in bisheriger Form beibehalten werden, so Grüschow.

Mit dem Beschluss des Hauptausschusses können die Veranstaltungen jetzt weiter vorbereitet und die im Haushalt veranschlagten Mittel freigegeben werden.


Bei Bauarbeiten auf Plan B setzen


Zwei Vorbehalte gibt es allerdings noch. Zum einen steht bislang noch nicht fest, ob und wann mit dem dritten Bauabschnitt am Bützower Hafen begonnen werden kann. „Das hängt immer von Fördermitteln ab“, sagt Frank Endjer. Zum anderen sollen auch die Arbeiten in der Rühner Straße beginnen. Derzeit laufen die Vorbereitungen durch das Straßenbauamt Stralsund. Gegenwärtig sei aber ein Baubeginn im September anvisiert, sagt der Bürgermeister.

Aus den Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre heraus, sei aber auch ein Plan B entstanden, es könne manches operativ entschieden und auf andere Plätze verlegt werden, sagt Frank Endjer.

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