Zernin : Sportlerheim komplett zerstört

Das Dach des Vereinsgebäudes in Zernin ist eingestürzt, die Inneneinrichtung komplett zerstört.  Fotos: Ralf Badenschier
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Das Dach des Vereinsgebäudes in Zernin ist eingestürzt, die Inneneinrichtung komplett zerstört. Fotos: Ralf Badenschier

Bauzaun soll Brandruine absichern / Gemeinde wartet auf Sachverständigen-Gutachten / Schadenshöhe noch nicht bekannt

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04. Januar 2016, 21:00 Uhr

„Kein Zutritt“ signalisiert das rot-weiße Absperrband am Eingang des Sportplatzes von Zernin. Auch rund um das Vereinsgebäude des LSV Zernin flattert die Absperrung im Wind. Drei Tage nach dem verheerenden Brand verschafften sich gestern Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich und weitere Mitarbeiterinnen einen ersten Überblick über den Schaden. „Größere Gefahr geht erst einmal nicht vom Gebäude aus“, erklärt Zich. Die Versicherung sei informiert und auch ein Sachverständiger angefordert.

In der Nacht zum neuen Jahr war das Feuer in dem Vereinsgebäude ausgebrochen. Dort hatte eine Silvesterfeier stattgefunden. Die Gäste bemerkten selbst den Brand, informierten die Feuerwehr. Fünf Wehren rückten aus, brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Ein Feuerwerkskörper soll den Brand ausgelöst haben. Güstrows Polizeisprecher Gert Frahm: „Nach den Erkenntnissen des Brandursachenermittlers gehen wir nach wie vor davon aus, dass es sich um unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern handelt. Vielmehr lässt sich aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.“

Das Wichtigste sei, dass keinem Menschen etwas passiert ist, sagt Torsten Teifel. Der Zerniner ist Trainer der Fußballmänner des LSV Zernin. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1971, weiß Bürgermeister Ingo Sander. In den zurückliegenden Jahren hatte der Sportverein, der Mieter des Gebäudes ist, immer wieder selbst Hand angelegt und die Bedingungen verbessert. Neben dem kleinen Vereinsraum für Sitzungen und kleinere Feiern gab es Umkleidekabinen sowie sanitäre Einrichtungen und Duschen. Die Vereinsfahne, Pokale, das gesamte Inventar wurde vom Feuer zerstört.

Noch in der Nacht habe sich die Nachricht vom Feuer verbreitet, erzählt Torsten Teifel. Auch wenn es ein bitterer Moment sei, in den Gesprächen, die er mit anderen in den zurückliegenden Tagen hatte, waren sich alle einig, dass man irgendwie eine Lösung finden muss. „Den Kopf jetzt in den Sand stecken, das will keiner.“

Für die Fußballer müsse erst einmal eine Übergangslösung gefunden werden. Anfang März beginnen wieder die Punktspiele. Bis dahin werde sicherlich noch nichts passiert sein. Das müsse man jetzt einfach abwarten.

Auch Bürgermeister Ingo Sander kann noch nicht viel mehr sagen. Gestern Nachmittag gab es eine erste Abstimmungsrunde mit der Bauamtsleiterin. „Wir werden jetzt so schnell wie möglich einen Bauzaun rund um das Gebäude ziehen“, erklärt der Bürgermeister und weiter: „Und dann müssen wir erst einmal das Gutachten abwarten und mit der Versicherung reden.“ Das alles werde seine Zeit brauchen. Wie hoch der tatsächliche Schaden ist, könne man deshalb auch noch nicht sagen, da wolle er den Experten auch nicht vorweggreifen.

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