Schwaan : Sportler auf vier Pfoten

Der Parcours hat es in sich. Die Vierbeiner müssen unter Anleitung der Hundeführer Hindernisse überwinden. Die Parcoursrichterin (hinten) hat jede Bewegung genau im Blick.  Fotos: Christina Milbrandt
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Der Parcours hat es in sich. Die Vierbeiner müssen unter Anleitung der Hundeführer Hindernisse überwinden. Die Parcoursrichterin (hinten) hat jede Bewegung genau im Blick. Fotos: Christina Milbrandt

Hundeverein veranstaltet erstes Agility-Turnier auf dem Platz des Schwaaner SV

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01. August 2016, 08:00 Uhr

Wettkämpfe hat es auf dem Platz des Schwaaner SV schon viele gegeben, am vergangenen Wochenende haben sich dort aber Sportler auf vier Pfoten miteinander gemessen. Zum ersten Agility-Turnier des Hundevereins Schwaan sind Teilnehmer aus ganz Deutschland in die Warnowstadt gereist, um mit ihren Vierbeinern in den verschiedenen Leistungsklassen anzutreten. „Wir haben sogar Teilnehmer aus der Schweiz“, erzählt Uwe Wendorf vom Hundesportverein.

Unterteilt in drei Größenklassen – small, medium und large – sowie drei Leistungsklassen mussten die Vierbeiner einen Parcours bewältigen. Dabei mussten sie Hindernisse erklimmen oder darüber springen, durch Tunnel laufen und einen Slalom bewältigen. Das Schwierige: „Der Hundeführer hat keine Möglichkeit, mit einer Leine oder einem Halsband auf den Hund einzuwirken. Die Tiere werden nur über die Stimme und die Körpersprache geführt“, erklärte Uwe Wendorf. Generell sei mindestens ein Jahr Training im Vorfeld nötig, um einen Hund dahin zu bekommen, diese Herausforderungen zu meistern. „Die Bindung zwischen Mensch und Tier ist dabei das wichtigste. Sie müssen sich blind verstehen“, sagte Uwe Wendorf.

Besonders bei der Leistungsklasse A1 zeigte sich, welche Hunde schon Routine in Sachen Parcours haben und welche noch ein wenig Training nötig haben. So erheiterte ein Vierbeiner die Zuschauer, indem er oben auf einem Hindernis stoppte, um sich einmal umzuschauen. Andere wiederum flitzten mit enormer Geschwindigkeit über den Platz. Ob dabei auch jede Bewegung richtig saß und die Reihenfolge der Hindernisse eingehalten wurde, hatte die Leistungsrichterin genau im Blick.

Anna Möllers trat mit ihrer belgischen Schäferhündin Lima in der Leistungsklasse A2 an. Um an dem Turnier teilzunehmen, reiste sie extra aus dem Spreewald an. „Es ist schön, auch mal etwas anderes zu sehen. Man lernt neue Leute kennen und die Konkurrenz ist ganz anders“, so die 29-Jährige. Im Frühling und Sommer reise sie fast jedes Wochenende zu Agility-Turnieren in ganz Deutschland. Auch Grit Goldammer aus Stendal, die mit ihrer Hündin Kimi ebenfalls in der Klasse A2 antrat, ist regelmäßig auf Turnieren. „Auf den Turnieren in Mecklenburg-Vorpommern fühlen wir uns besonders wohl“, sagt sie. Auch in Rostock sei sie regelmäßige Teilnehmerin.

Die Premiere des Schwaaner Turniers ist für sie gelungen. „Das hat der Verein ganz toll vorbereitet. Es ist alles mit Liebe gemacht“, so Grit Goldammer.

Die große Zahl der Teilnehmer – pro Tag gingen 100 an den Start – freute auch Uwe Wendorf. Viele von ihnen könnten auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. „Wir möchten das Agility-Turnier jetzt ganz fest in Schwaan etablieren“, so Uwe Wendorf.

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