Schlemmin : Spenden ermöglichen Sanierung

Nele freundet sich bereits mit dem Wipptier an.
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Nele freundet sich bereits mit dem Wipptier an.

Für Schlemminer Kinder geht in diesen Tagen ein Wunsch in Erfüllung: Der Spielplatz wird generalüberholt und bekommt neue Geräte

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10. November 2015, 12:00 Uhr

In Schlemmin herrschte am Sonnabend reges Treiben auf dem Spielplatz im Herzen des Ortes.

Schon lange wünschten sich Kinder und Eltern die Sanierung der Spielgeräte, die am Wochenende in Angriff genommen wurde. „Viele Freiwillige aus der Gemeinde helfen heute mit“, sagt die Schlemminerin Susan Dombrowski, die sich für die Sanierung stark machte. Inzwischen stehen hier eine Nestschaukel und auch ein neuer Kletterpfad nahm sichtbar Formen an.

Der Spielplatz hatte eine Überholung bitter nötig, einige Geräte mussten bereits entfernt werden. Die verbliebenen wurden oder werden saniert. Denn aus den alten Balancier-Balken ragten teilweise Nägel, das Holz splitterte. Die in die Jahre gekommene Rutsche wurde durch eine Neue ersetzt.

Hinzu kommt ein Wipptier aus Holz in Form einer Heuschrecke, auf dem die über 20 Kinder im Ort demnächst herumtollen können.

Das Projekt war für die Gemeinde vor allem eine finanzielle Herausforderung, denn im Haushalt Bernitts, zu dem Schlemmin zählt, gibt es dafür keine Mittel. Um die insgesamt 14 000 benötigten Euro zu sammeln, gingen Susan Dombrowski und die anderen Schlemminer Türklinken putzen.

Zunächst habe man sich um Fördergelder bemühen wollen. Bis diese genehmigt seien und sich endlich etwas tue, wollten die Schlemminer jedoch nicht warten. Sie klopften bei Firmen in der Region an und baten um Spenden – mit Erfolg. So beteiligten sich unter anderem die im Bereich Windkraft angesiedelten Unternehmen Snow-Wind aus Bernitt sowie die Steinhäger Unternehmensgruppe MBBF. „Wir haben in vier Wochen alles zusammen gehabt“, ist Dombrowski zufrieden. „Die Einwohner im Dorf haben eine Menge beigesteuert – ohne sie und die Firmen wäre es nicht gegangen“, betont sie. Zudem seien vorher gesammelte Gelder, beispielsweise von Kuchenbasaren, bereits genutzt worden, um eine Tischtennisplatte zu erneuern.

Mit den Spenden konnten nun auch neue Geräte finanziert werden. „Den Aufbau machen wir als Gemeinde komplett allein“, so Dombrowski weiter.

Landschaftsarchitekt Jan Dobbelmann von Hobelzahngärten begleitete die Arbeiten. „Es sind viele Helfer da, die ehrenamlichen mit anpacken“, so Dobbelmann. Für die Gemeinde kann so viel Geld gespart werden. Die Feinarbeiten übernimmt der Profi in dieser Woche selbst. Aus seiner Feder stammen die verschiedenen Holzspielgeräte für den Naturspielplatz. „Gerade hier auf so einem Platz bietet es sich an, individuell zu gestalten“, sagt er.

Gespannt verfolgt wurden die Arbeiten von Mandy Engelberg und Jens Frahs aus Kurzen Trechow. „Wir haben auch noch einen DDR-Spielplatz“, berichtet Engelberg. „Wir sind gerade dabei, Spendengelder zu sammeln“, fügt sie an. Beide wollten sich in Schlemmin gezielt informieren. Denn auch in Kurzen Trechow fehlt das nötige Geld für eine Erneuerung. Nun wollen die Kurzen Trechower nachziehen, Gelder einwerben und bald den eigenen Spielplatz auf Vordermann bringen. Spenden können auf das Konto des Amtes Bützow Land mit dem Verwendungszweck „Spende Spielplatz Kurzen Trechow“ eingezahlt werden.

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