Solarpark nun auch in Bützow

<strong>Jerzy Wisniewski und Kollegen</strong> montieren ein Solarmodul auf die Unterkonstruktion. <foto>Evelyn Bubber-Menzel</foto>
Jerzy Wisniewski und Kollegen montieren ein Solarmodul auf die Unterkonstruktion. Evelyn Bubber-Menzel

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29. Juni 2012, 09:47 Uhr

Bützow | Mit Hochdruck wird derzeit an der Solaranlage gearbeitet, die im Bützower Gewerbegebiet am Vierburgweg entsteht. Bis zum morgigen Sonnabend muss alles fertig sein, denn nur wenn eine Anlage bis zum 30. Juni betriebsbereit ist, wird für den damit produzierten Ökostrom noch die Vergütung zu den bisher geltenden Bedingungen gezahlt. Ab 1. Juli sinkt die Vergütung dann bis zu 30 Prozent für große Anlagen.

Doch Jan-Friedrich Frenzel von der Watt & Wärme Energiekonzepte GmbH & Co. KG, die in Bützow die Solaranlage baut, sieht die Sache gelassen: "Wir sind fast fertig und werden die Anlage entsprechend dem Gesetz für Erneuerbare Energien fristgemäß übergeben", sagt er. "Das heißt, die Kapitalanleger, die sich an dem Projekt beteiligen, können sicher sein, noch die alte Einspeisungsvergütung zu bekommen." Betreiber der Anlage ist die Norddeutsche Energiegenossenschaft, initiiert durch die Wemag.

Wenn gestern Vormittag auf dem Baufeld in Bützow auch noch einige Unterkonstruktionen frei waren, so waren bis zum Abend doch alle Module auf den Aluminiumgerüsten montiert. "Am Freitag müssen dann nur noch die Wechselrichter eingebaut werden, die den Sonnenstrom in netzkonformen Strom umwandeln", erläutert Frenzel.

Insgesamt erstreckt sich die Solaranlage am Vierburgweg über ein Gebiet von 5,5 Hektar auf einem größeren und einem kleineren Baufeld, die durch eine Straße voneinander getrennt sind.

Auf beiden Feldern zusammen werden exakt 13152 Solarmodule verlegt, von denen eines ein Meter mal 1,70 Meter groß ist. Reihe an Reihe stehen die Unterkonstruktionen parallel zueinander auf der Fläche, die einmal Brachland war und die lange darauf wartete, sinnvoll genutzt zu werden.

48 Module werden auf jeweils einer der 24 Meter langen Unterkonstruktionen montiert. Sie sind im Winkel von 25 Grad gen Süden ausgerichtet. "Wir verlegen REC-Module mit einem speziellen Glas, das schon bei wenig Sonnenschein und auch bei diffusem Licht Energie erzeugt", so der Bauleiter. Der produzierte Strom läuft über drei Trafostationen auf dem Gelände und wird eingespeist in den Netzverknüpfungspunkt, der sich in Nähe des Famila-Marktes befindet. Die installierte Gesamtleistung des Solaranlage beträgt drei Megawatt. "Damit könnte man etwa 1000 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgen", sagt Jan-Friedrich Frenzel.

Mit dem Bau der Solaranlage ist das Bützower Gewerbegebiet um ein weiteres Stück belegt. "Wir haben aber trotzdem noch das Doppelte der jetzt bebauten Fläche für weitere Ansiedlungen zur Verfügung", sagt Bürgermeister Sebastian Constien. Die Stadt habe mit dem Unternehmen einen 20-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Danach erhalte die Stadt Bützow von der Norddeutschen Energie GmbH jährlich eine Pacht von rund 3000 Euro im Jahr.

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