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Bützower Zeitung

22. September 2017 | 01:08 Uhr

Fördermittel : Soforthilfen bleiben in Bützow

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ministerpräsident sagte am Tag nach dem Tornado eine Million Euro Unterstützung zu

von
erstellt am 06.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Der 5. Mai 2015 ist ein Datum, das die Warnowstadt nachhaltig geprägt hat. Gestern wurden die Minuten, als ein Tornado durch die Bützower Innenstadt fegte und mehr als 100 Häuser beschädigte, einige sogar ganz zerstörte, wieder lebendig. Jörg Hochheim, Leiter der Kommunalabteilung des Innenministeriums, überreichte an Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) einen Fördermittelbescheid über 471   000 Euro. Damit löst das Land nicht nur ein Versprechen ein, das Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) der Stadt gegeben hatte, als er sich am Morgen des 6. Mai ein Bild von den Verwüstungen machte. Damals kündigte er eine Million Euro Hilfe für Bützow an.

„Diese 471 000 Euro sind Soforthilfen, die wirksam geworden sind“, sagt Jörg Hochheim. Sie seien unter anderem für erste Sicherungsmaßnahmen, für Aufräumarbeiten und für die Entschädigung von Ehrenamtlern eingesetzt worden. „Zunächst war man davon ausgegangen, dass dieses Geld zurückgezahlt werden muss. Doch die Stadt hat einen Antrag auf Sonderbedarfszuweisungen gestellt. Und diesem Wunsch wurde seitens des Landes nun entsprochen“, so Hochheim.

Der Wirbelsturm zerstörte am 5. Mai 2015 innerhalb von nur zehn Minuten große Teile der Bützower Innenstadt. Stephan Meyer, damals Mitglied des Bauausschusses der Stadtvertretung und heute Dezernent in der Kreisverwaltung des Landkreises Güstrow, kann sich ebenfalls an diesen Abend erinnern. „Wir trafen uns gerade zur Sitzung des Bauausschusses hier im Rathaus“, so Stephan Meyer. Bis zum Versammlungsraum im Obergeschoss seien die Mitglieder jedoch nicht mehr gekommen. Da war schon das Klirren der zerberstenden Fensterscheiben zu hören.

Landrat Sebastian Constien (SPD) erinnerte noch einmal an die große Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer und der Einwohner. „Innerhalb von einer Stunde waren Mitglieder von 15 Wehren vor Ort“, so Constien. Beeindruckend aber sei vor allem die große Solidarität der Menschen gewesen. Christian Grüschow sprach außerdem den Sonnabend nach dem Tornado an. Mehr als 250 Menschen waren aus anderen Städten nach Bützow gekommen, um beim Aufräumen zu helfen.

Allein an öffentlichen Gebäuden sind Schäden von rund zwei Millionen Euro entstanden. Der kommunale Versicherer, aber auch die anderen Versicherungen hätten unbürokratisch geholfen. Was nicht abgedeckt war, waren die Schäden im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel Parkanlagen. Hier greifen die anderen 530 000 Euro. Sie kamen unter anderem beim Grünen Klassenzimmer der Grundschule am Schlossplatz zum Einsatz, werden auch bei der Neugestaltung des Schlossparks einfließen.

„Wichtig ist das Signal der Landesregierung, dass die Städte bei solchen Großschadensereignissen nicht allein gelassen werden“, sagt Jörg Hochheim. Das sei beim Tornado so gewesen und werde jetzt auch nach der Sturmflut wieder greifen.



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