Bützow : Sie üben für das Seepferdchen

Badbetreiber Olaf Magunsky begrüßt die Kinder zum Schwimmunterricht. Fotos: andreas münchow
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Badbetreiber Olaf Magunsky begrüßt die Kinder zum Schwimmunterricht. Fotos: andreas münchow

Im Freibad am Rühner See herrscht auch bei nicht ganz so gutem Wetter Betrieb / Derzeit lernen hier Kinder das Schwimmen

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05. August 2016, 05:00 Uhr

„Und lang bleiben, kräftig mit den Füßen abstoßen. Gut so.“ Vom Steg aus gibt Olaf Magunsky den Kindern im Wasser Hinweise, sagt ihnen, was sie machen müssen. Die Mädchen und Jungen lernen gerade Schwimmen.

Donnerstagmorgen im Freibad am Rühner See: Die Lufttemperatur beträgt genau 18,2 Grad Celsius, das Wasser ist mit 20 Grad ein wenig wärmer. Und es weht ein recht starker Wind. An den vergangenen Tagen war das Wetter nicht besser, manchmal sogar noch etwas frischer und regnerisch. Obwohl also nicht gerade das ideale Badewetter herrscht, gibt es im Freibad trotzdem genug Arbeit – und auch Betrieb. „Traditionell haben wir in den ersten beiden Ferienwochen Schwimmunterricht“, sagt Badbetreiber Olaf Magunsky. Und so lernten hier in den vergangenen Tagen insgesamt 20 Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren das Schwimmen so weit, dass sie das Seepferdchen (Frühschwimmerausweis) bekommen.

So auch Luis aus Bützow. Der Achtjährige war gestern Morgen wieder im Bad und ist ganz stolz: „Ich habe jetzt das Seepferdchen und möchte nun auch das Schwimmabzeichen in Bronze machen.“ Dafür muss Luis unter anderem 200 Meter auf Zeit schwimmen und einen Gegenstand aus zwei Meter Tiefe an die Wasseroberfläche holen. Luis’ Mutti Dörthe Kröplin freut sich auch: „Super, dass Luis jetzt schwimmen kann. Da bin ich viel ruhiger, wenn wir hierher zum Baden kommen.“ Auch die anderen fünf Kinder, die sich gestern im Freibad in den Fluten tummelten, haben inzwischen große Fortschritte gemacht. Neben Olaf Magunsky, der zur DRK-Wasserwacht MV gehört, achtete auch Schwimmlehrer Karsten Dygatz auf die Sicherheit der Kids und gab ihnen natürlich auch Tipps, wie es noch besser geht. Auch, wenn das Wetter nicht unbedingt zum Baden einlädt, macht es den Kindern ganz offensichtlich Spaß. „Sie würden am liebsten gar nicht mehr aus dem Wasser kommen“, sagt Olaf Magunsky und ergänzt schmunzelnd: „Immerhin ist es im Moment im Wasser ja auch wärmer als an der Luft.“

Wie gesagt, gibt es auch bei nicht so tollem Wetter im Bad genug zu tun. „Unser fleißiger Hausmeister Uwe Luth ist jeden Morgen ab 5 Uhr hier. Er reinigt den Steg vom Entenkot, säubert den Strand und harkt den Sand. Wenn nötig erledigt er auch Reparaturen, zum Beispiel an Spielgeräten oder auch am Zaun, der regelmäßig beschädigt wird.“

Zum Freibad gehört auch der kleine Laden, in dem es unter anderem warme Speisen, Getränke und allerlei Leckereien gibt. Auch, wenn das Wetter nicht unbedingt zum Sonnenbaden einlädt, ist der Laden natürlich ebenso wie das Bad geöffnet. Und so müssen Kartoffeln geschält und Speisen zubereitet, der Abwasch erledigt und die Küche sauber gemacht werden. „Es gibt also immer etwas zu tun, egal, wie das Wetter ist“, sagt Olaf Magunsky.

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