Forstarbeit : Sie sorgen für sichere Straßen

Von der Hebebühne aus entfernt Malte Haarmann Äste, die zu weit auf die Straße ragen. Sein Baumsteiger-Kollege Johannes Bilke überwacht alles von unten.
Von der Hebebühne aus entfernt Malte Haarmann Äste, die zu weit auf die Straße ragen. Sein Baumsteiger-Kollege Johannes Bilke überwacht alles von unten.

Zwischen Schlemmin und Bernitt sind derzeit Baumsteiger bei der Arbeit

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05. April 2017, 09:00 Uhr

Wer in diesen Tagen auf der Kreisstraße zwischen Schlemmin und Bernitt unterwegs ist, kann Malte Haarmann und Johannes Bilke bei ihrer Arbeit beobachten. Die spielt sich hoch oben in den Baumkronen ab, wo sie Äste, die zu weit auf die Fahrbahn ragen, absägen. „Es geht dabei um Verkehrssicherung. Die beiden beschneiden die Randbäume, um das Licht-Raum-Profil wiederherzustellen“, erklärt Steffen Hambruch vom Forstamt Schlemmin.

Als Baumsteiger sind Malte Haarmann und Johannes Bilke Profis auf diesem Gebiet. „Ein großer Teil unserer Arbeit dreht sich um Verkehrssicherheit, ob an befahrenen Straßen, Wander- oder Radwegen“, sagt Johannes Bilke. Um dicht genug an das Astwerk heranzukommen, nutzen die Baumsteiger, zu deren Team auch Henning Friz aus Rühn gehört, in der Regel eine Hebebühne, mit der sie genau manövrieren können. „Das geht am schnellsten und ist auch am sichersten“, sagt Malte Haarmann. Für ganz schwer erreichbare Ecken gebe es auch die Seilklettertechnik, die komme aber nur selten zum Einsatz.

Das Forstamt Schlemmin ist nur einer von vielen Einsatzorten der Baumsteiger. Sie seien auch viel in Richtung Ostseeküste, rund um Rostock unterwegs. Auch in Neustrelitz hätten sie in der vergangenen Woche einen Einsatz gehabt, erzählt Johannes Bilke. Nicht in allen Fällen dreht es sich dann um Verkehrssicherheit. So werden die ausgebildeten Forstwirte unter anderem auch mit der Saatguternte beauftragt. „Das heißt, wir holen die Forstsamen von den Bäumen. Das ist wichtig für die Pflanzenanzucht“, erklärt Johannes Bilke.

Im Forstamt Schlemmin bearbeitet das Team derzeit einen etwa drei Kilometer langen Straßenabschnitt, beidseitig. Besonders akut sei es dort nicht, dennoch habe die Verkehrssicherheit immer eine hohe Priorität, sagt Steffen Hambruch. Zweimal im Jahr gebe es eine gezielte Kontrolle an allen öffentlichen Straßen, Wegen und auch Gebäuden. „Sieht es problematisch aus, müssen wir aktiv werden“, so der Förster.

Größere Vorfälle habe es an dem Abschnitt zwar nicht gegeben, doch als noch Schnee fiel, sei es dennoch problematisch gewesen. „Der Nassschnee hat die Äste ziemlich weit nach unten gedrückt. In der Zeit haben wir verstärkt Hinweise von Busfahrern bekommen“, sagt Steffen Hambruch.

Die aktuellen Arbeiten dauern noch bis etwa Ende der Woche an.

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