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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 02:29 Uhr

Bützow : Sie sind die Einsteins von morgen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Geschwister-Scholl Gymnasium als eine von nur sieben Schulen im Land mit dem Mint-Preis 2016 ausgezeichnet

von
erstellt am 10.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Sie forschen zur Ökonomie von Windkraft, setzen sich mit der Verschmutzung des Grundwassers auseinander, weisen Mikroplastik in Biotopen nach oder nehmen erfolgreich an der Landesolympiade für Informatik teil: Die Schüler des Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Für ihre besonderen Projekte auf den Gebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist das Gymnasium nun als Mint-freundliche Schule 2016 ausgezeichnet worden.

„Unter den sieben landesweit ausgezeichneten Schulen waren wir mit knapp über 300 Gymnasiasten mit Abstand die kleinste – das macht uns besonders stolz“, sagt Schulleiterin Birgit Samland. Damit nicht genug, denn kürzlich wurden die Bützower auch als Umweltschule Europa geehrt sowie als einzige Schule in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Jugend-forscht-Schulpreis gewürdigt.

Auf sich aufmerksam machten die Bützower vor allem mit ihren zahlreichen Aktivitäten innerhalb des schulischen Projektunterrichts. Im Wahlpflichtkurs befassen sich etwa Johann Dünsch und Paul Schachtschneider seit einem Jahr mit der ökonomischen Effizienz von Windkrafträdern. „In unserer Region prägt die Windkraft das Bild. Da haben wir uns gefragt, in welchem Maße dieser Ausbau überhaupt sinnvoll ist“, sagt Johann Dünsch. Auch in diesem Schuljahr werden sich die Zehnklässler weiter mit dem Thema auseinandersetzen und wollen herausfinden, wie die Energie am besten gespeichert wird und welche Auswirkungen die Anlagen auf die Infrastruktur haben.

Nicht die Energie, sondern das Wasser hat es Louis Mießner und Frithjof Schulz angetan. Im Projektfachunterricht „Schule am Wasser“ schrieben die Zwölftklässler ihre Facharbeiten zu den Nahrungsketten im Schulteich sowie Mikroplastiken. „Die Arbeiten wollen wir nun bei ,Jugend forscht’ einreichen“, sagt Louis Mießner.

Einen Schritt weiter ist da schon Vincent Lutsch. Seit drei Jahren nimmt der 15-Jährige an der jährlichen Landesolympiade für Informatik teil, die er einmal sogar gewinnen konnte. Weitere Punkte im Kampf um die Plakette als Mint-freundliche Schule brachte dem Geschwister-Scholl-Gymnasium außerdem die jährlich organisierte Studien- und Ausbildungsmesse im Herbst ein. Auf der für drei Jahre gültigen Auszeichnung wollen Schüler und Lehrer nun aufbauen. „Wir planen, die Aktivitäten im naturwissenschaftlichen Bereich weiter auszubauen. Da muss man die Leistung der Schüler und ihr Engagement wirklich loben“, sagt Lehrer Hartmut Wendorf. Ideen dafür gibt es bereits: So wollen sich die Schüler etwa mit den ökologischen Aspekten des Pflanzenanbaus sowie mit Mikroplastiken im Boden auseinandersetzen. „Es wurden bereits Plastikteilchen im Blut nachgewiesen – es weiß aber keiner wo sie herkommen“, sagt Hartmut Wendorf.

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