Bützow : Sie schätzt die Abwechslung

Seit 1995 ist Annegret Goebeler Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern.
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Seit 1995 ist Annegret Goebeler Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern.

Annegret Goebeler stellt noch bis zum 21. Januar im Kunsthaus Bützow aus / Neben der Kunst besitzt sie auch einen grünen Daumen

svz.de von
06. Januar 2018, 09:00 Uhr

Noch bis zum 21. Januar werden im Kunsthaus Bützow Malereien und Grafiken von Annegret Goebeler ausgestellt. Die Künstlerin aus Bützow wurde 1943 im Pfarrhaus in Lüssow geboren. Nach ihrer Lehre zur Dekorateurin in Güstrow studierte sie an der Fachschule für angewandte Kunst in Heiligendamm Gebrauchsgrafik. Danach zog sie nach Schwerin, wo sie 1992 die Künstlergruppe „Schelfe“ gründete. Darauf erfolgte der Zusammenschluss mit einer dänischen und einer schwedischen Künstlergruppe zur „Baltic Art Bridge“. In den drei Ländern finden regelmäßig gemeinsame Plainairs und Ausstellungen statt.

SVZ-Volontär Lennart Stahlberg stellte ihr die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

In meinem Atelier in Bützow. Dort ist das Licht einfach am besten. Es sind optimale Bedingungen, um zu malen.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Ich würde als erstes die Elefantenbrücke fertigstellen. Aber ich würde mich auch sehr darum bemühen, Kunst zu fördern. Beispielsweise würde ich ganze viele Bilder im Rathaus aufhängen.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Bei mir Zuhause natürlich. Nur vormittags bin ich meistens in meinem Atelier. Mir gefällt es aber, dass ich mir die Zeit frei einteilen kann.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Dekorateurin in Güstrow. Damals war ich 19 Jahre alt, das war 1962.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Das meiste habe ich natürlich für den Haushalt ausgegeben. Da ich damals noch bei meiner Mutter gewohnt habe, musste ich keine Miete bezahlen. So konnte ich es auch für Malmaterialien ausgegeben.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne Klavier spielen können. Ich habe schon oft mit dem Klimpern angefangen, aber immer wieder aufgehört. Momentan steht ein Klavier bei mir im Flur, aber leider kann ich nicht mehr darauf spielen.

Was stört Sie an anderen?

Üble Nachrede, Verleumdung, Hinterlist, Intoleranz und Unfreundlichkeit. Außerdem stört es mich, wenn Leute hektisch sind.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Ich kann mich an nichts Konkretes erinnern, aber ich lache gerne. Wahrscheinlich habe ich zuletzt über etwas im Fernsehen gelacht.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich habe zu viel ferngesehen. Man nimmt sich oft noch etwas vor, bleibt dann aber vor der Flimmerkiste hängen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Es sind zwar mehr Vorbilder als Helden für mich, aber da kann ich den russischen Maler Wassily Kandinsky, die französischen Maler Henri Matisse und Marc Chagall nennen.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich habe von Virginia Haggard das Buch „Sieben Jahre der Fülle: Leben mit Chagall“ gelesen. Darin gibt sie tolle Einblicke in das Privatleben von Marc Chagall.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ich schaue Verschiedenes und verpasse dafür Anderes. Ich brauche immer Abwechslung, aber wichtig ist mir, dass ich etwas schaue, was in irgendeiner Art und Weise bildet.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Weder bei dem einen noch bei dem anderen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Am liebsten würde ich gerne meine Schwester nochmal treffen. Sie wird demnächst 90 Jahre alt und wohnt seit den 1950er Jahren in England. Sie kam mich früher oft besuchen, nur leider wird das durch das Alter immer schwieriger für sie.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Am ehesten kommen da Deutsche Gerichte auf den Tisch. Ich habe unzählige Kochbücher, aber wenn wenig Zeit da ist, greife ich auf das zurück, was ich von meiner Mutter kenne. Ansonsten probiere ich aber auch gerne Neues aus.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Da habe ich kein bestimmtes Lied, aber ich habe die schönsten Erinnerungen an meine Zeit im Schweriner Domchor. In dem habe ich bis 1993 gesungen und es hat viel Spaß gemacht.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Als ich 14 war, habe ich von meinem Bruder zu Weihnachten einen Anorak bekommen. Das hat in all den Jahren besonders herausgestochen für mich.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich würde gerne einmal nach Italien reisen. Besonders Rom, Florenz und Venedig reizen mich.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?

Neben der Malerei und Grafik arbeite ich sehr gerne in meinem kleinen Garten und kümmere mich um mein Gemüse und meine Blumen. Das hilft mir, mich zu entspannen und ist eine gute Abwechslung.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Da fällt mir spontan Karl-Werner Zießnitz ein. Er ist der Leiter des Kunsthauses und macht bei der Organisation der Ausstellungen eine tolle Arbeit.

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