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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 19:52 Uhr

Bernitt : Sie planen die Zukunft der Schule

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fertiges Projekt zur Neugestaltung der Außenanlage der Regionalen Schule Bernitt gestern vorgestellt

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Anfang Oktober wollen Lehrer, Schüler, die ganze Gemeinde Bernitt gemeinsam mit vielen Gästen ein großes Fest feiern. Anlass ist dann das 60-jährige Bestehen der Regionalen Schule mit Grundschule in Bernitt. Und zur Geburtstagsfeier sollen sich die gesamten Außenanlagen in einem neuen Antlitz präsentieren. Gestern stellte Landschaftsarchitekt Jan Rose von der Architektengemeinschaft Adolphi und Rose die endgültigen Entwurfsplanung vor.

Kinder brauchen Platz zum Spielen und einen Ort an dem sie sich wohl fühlen, sangen die Mädchen und Jungen der 2. Klasse zum Auftakt der Veranstaltung in der Aula. Zur Präsentation waren unter anderem Kommunalpolitiker, Pädagogen und auch Unternehmer der Region gekommen. Denn für das Projekt sind viele Partner notwendig, betonte Bernitts Bürgermeisterin Birgit Czarschka.

Für Jan Rose macht dieses Projekt „einfach Spaß. Wir hatten noch nie einen solchen Auftrag, wo wir so viel Platz hatten“, sagte der Landschaftsarchitekt. Vor allem sei es schön, die Ideen der Schüler jetzt in die Pläne mit einzuarbeiten. Die Eleven waren befragt worden, was sie sich wünschen. „Dazu gehörten zum Beispiel ein Tunnel durch einen Berg, ein Schulgarten, eine Treppe am Berg“, erklärt Jan Rose. Viele dieser Wünsche hat er jetzt in die Pläne mit eingearbeitet. Andere Ideen wie zum Beispiel eine Kletterwand, ein Kletterkäse oder eine Seilbahn seien „schwer zu realisieren. Einiges lässt sich ohne Geld umsetzen. Doch manches kostet auch etwas“, so Rose.

Insgesamt belaufen sich die zusätzlichen Kosten, um die Ideen der Schüler zu realisieren, auf rund 28 000 Euro. Doch Rose beruhigt: „Wir haben andere Dinge aus dem ursprünglichen Plan rausgenommen und sparen so schon wieder rund 15 000 Euro.“

„Mit der Neugestaltung der Außenanlage soll der Schulstandort weiter an Attraktivität gewinnen“, betonte Amtsvorsteher Eckhard Krüger. Es müsse gelingen, junge Menschen in der Region zu halten bzw. sie in die Region zu locken. Und dazu kann eine attraktive Schule auf dem Lande einen kleinen Beitrag leisten, erklärte Krüger. Gegenwärtig besuchen 227 Schüler die Bernitter Einrichtung. In den zurückliegenden Jahren seien schon knapp eine Millionen Euro in die Sanierung der Schulgebäude investiert worden. Nun sollen 350 000 Euro für den Außenbereich folgen. Dazu hat der Kreis Fördermittel aus der Dorferneuerung bewilligt. Doch für die beteiligten Gemeinden Bernitt, Klein Belitz, Jürgenshagen, Penzin sowie Neuendorf bleibt ein Eigenanteil von knapp 130 000 Euro.

Deshalb setzten die Initiatoren des Projektes auf ganz viel Unterstützung in unterschiedlicher Form. „Das können zum Beispiel auch Eigenleistungen oder Sachspenden sein“, sagt Birgit Czarschka. Die Bürgermeisterin informierte gestern darüber, dass eine Stiftung so angetan war von dem Projekt „Grünes Klassenzimmer“, dass sie bereits 10 000 Euro in Aussicht gestellt hat. Auch Schüler, Pädagogen, Einwohner werden mit anpacken.

Das alles sei auf jeden Fall eine gut angelegte Investition, sagte Stephan Meyer, Dezernent der Kreisverwaltung des Landkreises Rostock. Im Juni stehe der Schulentwicklungsplan für die kommenden fünf bis zehn Jahre im Kreistag zur Abstimmung. „Ohne die Entscheidung vorweg zu nehmen, die Bernitter Schule hat auf jeden Fall die Chance, auch ihren 70. Geburtstag zu feiern“, so Meyer.

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