Katelbogen : Sie knüpfen soziale Kontakte

Christa Ehlers ist seit acht Jahren Vorsitzende der Ortsgruppe Katelbogen der Volkssolidarität. Am Donnerstagabend gab es im Gemeindezentrum Zernin eine Feier zum 70-jährigen Bestehen des Wohlfahrtsverbandes.
Christa Ehlers ist seit acht Jahren Vorsitzende der Ortsgruppe Katelbogen der Volkssolidarität. Am Donnerstagabend gab es im Gemeindezentrum Zernin eine Feier zum 70-jährigen Bestehen des Wohlfahrtsverbandes.

Christa Ehlers ist Vorsitzende der Ortsgruppe Katelbogen der Volkssolidarität / Wohlfahrtsverband zählt 980 Mitglieder im Amt Bützow-Land

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27. November 2015, 18:22 Uhr

Vor sieben Jahrzehnten, unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde die Volkssolidarität gegründet. In Zernin blickten am Donnerstagabend Mitglieder des Wohlfahrtsverbandes aus Gemeinden des Amt Bützow-Land auf diese Zeit zurück. Es war zugleich ein Dankeschön, für die ehrenamtliche Arbeit, die von Frauen und Männern in den Gemeinden geleistet wird.

Aus Katelbogen war Christa Ehlers ins Gemeindezentrum nach Zernin gekommen. Die Seniorin ist seit acht Jahren Vorsitzende der dortigen Ortsgruppe der Volkssolidarität. „Mitglied bin ich schon viel länger, doch wenn man arbeitet, hat man nicht so die Zeit“, erzählt die 70-Jährige. Vor mehr als 50 Jahren kam sie nach Katelbogen, lernte dort an der Landwirtschaftschule. Dort lernte sie auch ihren vor einigen Jahren verstorbenen Mann kennen und blieb in dem kleinen Dorf. Nach der Wende schulte sie noch einmal um, arbeitete fast fünfzehn Jahre als Verkäuferin.

„Als ich dann in Rente ging, machte man mich gleich zur Vorsitzenden der Ortsgruppe“, erinnert sich Christa Ehlers an das Jahr 2007. Die ehrenamtliche Arbeit möchte sie nicht missen. Auch wenn es mit den Jahren nicht einfacher wird. Viele der Mitglieder werden älter, seien nicht mehr so mobil. So sind Gruppenausflüge heute eher selten. Doch mindestens einmal im Monat trifft man sich zum gemütlichen Spielenachmittag. Dann wird auch gefeiert, hat eines der derzeit 16 Mitglieder in dem Monat Geburtstag.

„Wir holen dann auch mal jemanden ab, der den Weg nicht mehr alleine schafft“, erzählt die 70-Jährige. Kleinigkeiten, die aber wichtig sind, damit die Menschen nicht ganz vereinsamen, auch mal unter Leute kommen. „Im Sommer gibt es auch Grillnachmittage oder wie jetzt eine Weihnachtsfeier“, sagt Christa Ehlers. Alle Veranstaltungen seien offen, deshalb findet sie es ein wenig schade, dass nicht noch mehr Einwohner teilnehmen. „Wir unterhalten uns über alles, was es im Dorf so gibt, aber auch über die aktuelle Politik. Zum Beispiel über Flüchtlinge. Bei uns im Dorf leben ja auch drei Familien.“

Die Ortsgruppe Katelbogen ist eine von derzeit 21 in Bützow und den Gemeinden des Amtes Bützow-Land. „Wir haben dort um die 980 Mitglieder“, sagt Katrin Fust, im Familienzentrum für die Vereinsarbeit zuständig. Das Familienzentrum in der Karl-Marx-Straße in Bützow, das vor knapp zwei Jahren in Besitz genommen und sehr gut angenommen wird, sei ein Beweis, dass man den richtigen Schritt gemacht hat, stellt Wolfgang Zeißler, lange Jahre Leiter der Regionalstelle Bützow der Volkssolidarität, fest. Als er noch im Amt war, befand sich die Begegnungsstätte noch am Wall. Neben dem Familienzentrum betreibt die Volkssolidarität in der Bützower Region eine Sozialstation und ein Heim für Betreutes Wohnen in Jürgenshagen. Die Ortsgruppen des Amtes gehören zum Kreisverband Mittleres Mecklenburg mit insgesamt rund 4900 Mitgliedern.

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