Bützow : Sie kennt viele von Geburt an

Monika Debski kann viele schöne Geschichten erzählen und kann von sich behaupten, dass sie viele Bützower von Geburt an kennt.
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Monika Debski kann viele schöne Geschichten erzählen und kann von sich behaupten, dass sie viele Bützower von Geburt an kennt.

Aus der Geschichte des Krankenhauses Bützow, der heutigen Warnow-Klinik / SVZ-Serie - Teil: Hebamme Monika Debski

svz.de von
14. Juli 2014, 17:18 Uhr

Eigentlich wollte Monika Debski in der zehnten Klasse abgehen, doch sie sollte studieren und musste noch zwei weitere Jahre die Schulbank drücken. Dann entschied sie sich für Jura, doch kein Studienplatz war frei.

Als älteste von vier Kindern zu Hause kam ihr dann die Idee, Hebamme zu werden. Ihre Ausbildung begann als Hilfsfürsorgerin, dann ging sie zur Uni Greifwald, studierte zwei Jahre und sammelte im Krankenhaus Lübz erste praktische Erfahrungen. Dann musste ihr Vater eine neue Arbeitsstelle antreten – in Bützow.

Wie es der Zufall wollte, wurde im Bützower Krankenhaus gerade die neue Entbindungsstation fertig. Bei der Einweihung sprach ihr Vater mit dem Ärztlichen Direktor und tatsächlich: „Die können wir gebrauchen.“

Trotz dieser Zusage war die Hebammenstelle dann besetzt. Doch Monika Debski ließ sich nicht abwimmeln, sechs Tage lang versuchte sie hartnäckig den Ärztlichen Direktor zu treffen, um doch noch ihre neue Arbeit antreten zu können. Als sie es schaffte, sagte der nur: „Ich dachte sie arbeiten schon längst“ und ab sofort gehörte sie im Alter von 23 Jahren zum Team des Kreißsaals.

Als Hebamme nahm Monika Debski die Schwangeren im Kreißsaal auf und begleitete sie bei der Geburt. „Jeder Tag war anders, aber wir hatten immer gut zu tun.“ Auf Station half sie im Säuglingszimmer oder bei der Versorgung der Frauen. Und ab und an stand sie auch mit im OP, um beim Kaiserschnitt zu unterstützen.

„Hebammen konnten überall arbeiten“, sagt Monika Debski. „Und wenn der Heizer nicht gekommen wäre, hätten wir auch die Kohlen in den Ofen geschüttet“ ergänzt sie mit einem Schmunzeln.

Die Hebammen mussten auch länger auf Arbeit bleiben. Wenn andere nach einem Acht-Stunden-Tag nach Hause gingen, stand den Geburtshelferinnen noch vier Stunden Bereitschaft bevor.

Im Jahr 2003 ging Monika Debski wohlverdient in Rente. Wie vielen Kindern sie auf die Welt geholfen hat, kann sie gar nicht sagen. „Es waren viele.“

Den ausführlichen Beitrag lesen sie in unserer Dienstag-Ausgabe.

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