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Bützower Zeitung

24. November 2017 | 04:45 Uhr

Bützow : Sie helfen in schwieriger Zeit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit 2010 sind Susanne Witt und Ulrike Brockmann gestern als Berufsbetreuer tätig

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 05:00 Uhr

„Der Weg ist das Ziel“ ist ihr Motto. Und diese Wege, die Susanne Witt und Ulrike Brockmann mit ihren Klienten gehen, sind nicht immer ganz einfach. Denn sie stehen Menschen zur Seite, die ihr Leben selbst nicht meistern können, sei es durch eine Krankheit oder durch eine Behinderung. Gestern eröffneten die beiden Frauen ihr Betreuungsbüro in der Langestraße 64 in Bützow.

Alles andere als Neuland betreten Susanne Witt aus Fahrenholz und Ulrike Brockmann aus Groß Schwiesow mit diesem Schritt in die Selbstständigkeit. „Wir sind bereits seit 2010 als Betreuer in Bützow tätig. Bisher waren wir aber bei einem Verein angestellt“, sagt Brockmann. Seitdem arbeiten die beiden 35-Jährigen zusammen, sind mittlerweile ein eingespieltes Team und auch privat befreundet. Das sei dann zum Jahresanfang auch mit ein Grund gewesen, sich über das eigene Betreuungsbüro Gedanken zu machen. „Veränderungen gehören zum Leben dazu“, sagt Susanne Witt.

Und solche Veränderungen streben die beiden Betreuerinnen auch mit ihren Klienten an. Die haben ganz unterschiedliche Lebenssituationen. Es können Menschen sein, die zum Beispiel alkoholkrank sind oder ein psychisches Problem haben. Oder Menschen mit einer geistigen Behinderung, deren Angehörige Hilfe bei der Betreuung benötigen oder die gar keine Angehörigen mehr haben.

Grundlage ihrer Tätigkeit ist immer ein Auftrag eines Amtsgerichts zur Betreuung. „Wir geben dann Hilfestellungen im Alltag. Das können Behördengänge sein, das Ausfüllen von Anträgen, die Eröffnung eines Kontos oder die finanzielle Hilfe“, nennt Ulrike Brockmann Beispiele. Diese Hilfe könne so weit gehen, dass zum Beispiel Klienten einmal wöchentlich ein Taschengeld bekommen, weil sie selbst nicht mit Geld umgehen können.

Aber auch beim Erstellen einer Vorsorgevollmacht unterstützen die beiden Frauen. Ein Thema, dass den Berufsbetreuerinnen wichtig ist. Denn schnell könne sich durch einen Unfall die Lebenssituation eines Menschen ändern. Dann sei es gut, wenn jemand bereits vorher genau festgeschrieben hat, was wie für ihn geregelt werden soll, wenn er selbst dazu nicht mehr in der Lage ist.

Sie seien also ganz dicht am Menschen, am Leben dran. Gerade das mache ihren Beruf so interessant. „Es ist die Liebe zum Beruf, der sehr erfüllend ist“, sagt Ulrike Brockmann. Und Susanne Witt ergänzt: „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen, es ist nie langweilig.“

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