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Oettelin : Sie hat ein großes Herz für Tiere

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit 22 Jahren betreibt Barbara Tempelmann den Gnadenbrothof in Oettelin. SVZ-Sommertour in der Villa der kunterbunten Tiere

von
erstellt am 22.Aug.2017 | 09:00 Uhr

Romy ist der jüngste Neuzugang auf dem Gnadenbrothof in Oettelin. Romy ist ein Pony, 30 Jahre alt und konnte von den bisherigen Besitzern nicht mehr gehalten werden. Bei Barbara Tempelmann, in der Villa der kunterbunten Tiere, bekommt das Pony nun sein Gnadenbrot. Dorthin führte gestern die neunte Etappe der SVZ-Sommertour 2017.

Seit 22 Jahren kümmert sich Barbara Tempelmann nun schon um ausgesetzte und kranke Tiere. Morgens um 8 Uhr beginnt der Tag auf dem Gelände des Gnadenbrothofes. Die Tiere müssen versorgt werden. Gegenwärtig sind es sechs Pferde, drei Ziegen, drei Esel und zwei Alpakas. Letztere wurden aufgenommen, weil sich keiner um die Tiere kümmerte. Hinzu kommen sechs Hunde und 14 Katzen. Die leben teilweise im Haus, teilweise aber auch im Stall. Dort fühlen sich nicht nur die großen Tiere wohl, sondern auch die Schwalben. „Wir haben hier mittlerweile 20 Nester. Und es gibt viel Nachwuchs“, so Barbara Tempelmann.

Weitläufig ist das Gelände, rund zwei Hektar stehen den Tieren zur Verfügung. Stück für Stück hat Barbara Tempelmann in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten das Gelände für die Tiere hergerichtet. Zäune mussten gezogen, Ställe gebaut, Futterunterstände und auch Unterstände für die Tiere gebaut beziehungsweise hergerichtet und aufgestellt werden. Nur so ist gewährleistet, dass Pferde, Esel und Ziegen ganzjährig auch im Freien gehalten werden können. Aber sie habe gleichermaßen Rückzugsorte, wenn das Wetter nicht so schön ist.

„Es ist toll hier, vor allem auch für Kinder“, sagt Gudrun Schulz. Die Boitinerin ist mit ihren drei Pflegekindern gekommen. Alle drei kennen Barbara Tempelmann und den Hof schon. Lee-Tjana Schulz ist hier schon mit den Pfadfindern gewesen (SVZ berichtete). „Sie hatte mir davon erzählt“, sagt Catrin Brode und absolvierte in diesem Jahr auf dem Gnadenbrothof ein Schülerpraktikum. Sie würde das immer wieder machen, sagt die Schülerin der 10. Klasse. „Es ist einfach schön mit den Tieren“, sagt Catrin.

Jeder der Bewohner der Tiervilla hat sein ganz eigenes Schicksal. Sie wurden ausgesetzt oder irgendwo angekettet, die ehemaligen Besitzer waren zu alt, um sich noch um das Tier zu kümmern, oder sie kommen von anderen Einrichtungen. Barbara Tempelmann nimmt aber nicht alle Tiere auf. „Ich schaue mir das schon genau an. Sie müssen auch in die Gruppe reinpassen. Die Tiere dürfen nicht unter einem neuen Bewohner leiden“, so Barbara Tempelmann und weiter: „Ich kann nicht die Welt retten.“ Das ist ihr bewusst. Zumal das alles viel Zeit und auch Geld kostet. Vor neun Jahren hat Barbara Tempelmann mit Freunden und Unterstützern einen Verein gegründet. Der versucht vor allem Spenden einzuwerben. Die Hauptarbeit bleibt aber bei der Oettelinerin.

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