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Bützower Zeitung

17. Dezember 2017 | 03:31 Uhr

Bützow : Sie haben den Tango im Blut

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wiebke und Erik Janssen haben sich dem argentinischen Tanz voll und ganz verschrieben / Ihre Leidenschaft geben sie in Kursen weiter

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Lateinamerikanisches Flair und Bützow, das passt eigentlich nicht zusammen. Wiebke und Erik Janssen sehen das nicht so. Das Ehepaar hat vor vielen Jahren das Tangotanzen für sich entdeckt. Die beiden bieten bereits zwei Kurse, für Einsteiger und für Fortgeschrittene, an und so sind regelmäßig argentinische Klänge aus dem Veranstaltungsraum in der Bahnhofstraße 33a zu hören. „Es geht uns gar nicht darum, als Tanzlehrer aufzutreten. Wir möchten einfach unsere Leidenschaft für den Tango weitergeben“, sagt Wiebke Janssen.

Angefangen hat alles in den 90er-Jahren, klassisch mit einem Volkshochschul-Kurs für Standardtanz. Dort hätten sie ein Paar kennengelernt, über das sie zu einem Tango-Schnupperkurs gekommen sind, der in Rühn stattfand, erzählt Wiebke Janssen. Auf die Anfänge ihres Hobbys blicken die Janssens, die sich als Tangofanatiker bezeichnen, vergleichsweise nüchtern zurück. „Erstmal waren wir gar nicht so begeistert. Wir haben zwar immer wieder mal Kurse gemacht, aber es war zunächst noch nicht viel Leidenschaft dabei“, erzählt Erik Janssen. „Richtig Feuer gefangen haben wir in einem Italienurlaub, bei dem wir auf einer Veranstaltung ein Showtanzpaar kennengelernt haben.“

Die Hochburg des argentinischen Tangos ist Buenos Aires. In den 30er- und 40er-Jahren hatte der Tanz dort seine Glanzzeit. „Es gab zu dieser Zeit dort etwa 600 Tango-Orchester, die alle bis auf mehrere Jahre im Voraus ausgebucht waren“, erzählt Erik Janssen. Gemeinsam mit seiner Frau unternimmt er immer wieder Reisen zum Ursprungsort seines Lieblingstanzes. „Wir waren schon dreimal in Buenos Aires“, erzählt er. Dort begeben sich die beiden gern auf die Spuren des Tango. „Wenn in der Musik, zu der wir tanzen, ein Café besungen wird, dann machen wir uns auf die Suche danach“, erzählt Wiebke Janssen, die bei Veranstaltungen auch als Tango-DJane auflegt. Stammkneipen von Musikern sind für die Janssens ebenfalls beliebte Anlaufpunkte, wenn sie in der argentinischen Hauptstadt unterwegs sind. „Es ist für uns spannend, das alles authentisch zu erleben“, sagt Wiebke Janssen.

Die Oberhand beim Tango hat der Mann, er führt die Frau, gibt ihr durch seine Bewegungen Impulse, die sie dann in Tanzschritte umsetzen muss. „Ja, beim Tangotanzen ist Machowelt noch in Ordnung“, sagt Erik Janssen lachend. Dennoch ginge es dabei immer auch um gegenseitigen Respekt. „Für die Frau ist es schwierig, weil sie sich voll und ganz auf die Signale des Tanzpartners einlassen muss, um dann darauf zu reagieren. Man muss aufhören, zu denken“, sagt Wiebke Janssen.

Für das Ehepaar sind das gemeinsame Tanzen und die Kurse, die es gibt, ein perfekter Ausgleich zum Alltag. „Es ist ein schönes gemeinsames Hobby und man denkt in der Zeit über nichts außer das Tanzen nach“, sagt Wiebke Janssen. Außerdem sei es schön, etwas Gemeinsames mit dem Partner zu haben. Ihre große Leidenschaft für den Tango haben die Janssens auch an die nächste Generation weitergegeben. „Unsere Töchter tanzen beide Tango. Sie mussten früher ja auch immer mitkommen“, erzählt Erik Janssen.

Dieser Tage begibt sich das Ehepaar übrigens wieder auf Reisen. Die Winterferien nutzen die beiden für eine erneute Tour nach Buenos Aires.

Die Tangokurse finden in der Bahnhofstraße 33a statt. Sie beginnen wieder am 27. Februar und werden immer montags ab 18 Uhr angeboten. Kontakt: 0172/751 45 96

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