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Ein Jahr nach dem Tornado : Sie geben dem Rathausdach das historische Profil zurück

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Arbeiten der Stuckateure an Gesims und drei Türmen dauern noch bis Ende Mai

von
erstellt am 06.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die Maurerarbeiten am Rathausdach sind abgeschlossen. Seit einer Woche sind die Stuckateure am Werk und geben dem Gesims und den Türmen ihre Form zurück. Noch bis Ende Mai werden Jens Hartwig und Tobias Rüdrich damit zu tun haben.

Die rechte Seite der Vorderfront des Rathauses war beim Tornado vor fast einem Jahr am schwersten beschädigt worden. Deshalb musste das gesamte Gurtgesims und die darauf befindliche Attika (eine Aufmauerung zur Verdeckung des Daches) komplett entfernt und anschließend rekonstruiert werden. Auch drei Türme hielten dem Tornado nicht stand und stürzten im Mai vergangenen Jahres ab. Mittlerweile sind die Türme neu hochgemauert und mit Stahl verstärkt worden. Und auch die Attika ist mit speziell zugeschnittenen Ziegelsteinen wieder hergestellt.

Nun geht es darum, Gesims und Türmen ihr originalgetreues Profil zurückzugeben. „Wir machen jetzt den Schmuck“, sagt Jens Hartwig von der gleichnamigen Stuckmanufaktur aus Süderholz bei Grimmen.

Damit sie die Rundungen und Vertiefungen genau so hinbekommen, wie sie vor über 150 Jahren geschaffen wurden, greifen die Handwerker auf eigens angefertigte Holz-Schablonen zurück. Vorlage dafür war das vorhandene Gesims, dort wo es nicht beschädigt war. Außerdem verwenden die Handwerker einen speziellen Zement-Mörtel. „Der bindet schneller ab“, erklärt Jens Hartwig. Das sei wichtig, denn es müssen bis zu fünf Mörtelschichten aufgetragen werden, um die Struktur wieder so herzustellen, wie sie vor dem Tornado war.

Die Spitzbögen und Struktur der Türme werden in einem besonderen Verfahren wieder hergestellt. Diese werden in speziellen Formen gegossen und anschließend an den Türmen angebracht. Zudem müssen die Einschlüsse der Attika verputzt werden. Viele Details also, um den historischen Zustand wiederherzustellen. Bis Ende Mai werde man dafür noch benötigen, so Jens Hartwig.

 

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