Bützow : Seniorenbeirat bleibt am Ball

Engagiert sich im Seniorenbeirat der Stadt Bützow: die Vorsitzende Regina Büch-Hohlfeld.
Engagiert sich im Seniorenbeirat der Stadt Bützow: die Vorsitzende Regina Büch-Hohlfeld.

Müllwerker lassen Behälter auf Gehwegen stehen und Radler fahren auf dem Bürgersteig.

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03. Mai 2019, 20:00 Uhr

Bützow | Zurzeit ist allerorten Wahlkampf und so mancher Politiker neigt dazu, sich den Wählern gegenüber im besten Licht zu präsentieren. Es gibt aber auch Menschen, die sich jahrelang für andere engagieren, ohne ins Rampenlicht zu streben. Zum Beispiel Regina Büch-Hohlfeld, die Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Bützow.

Ein immer noch aktuelles Anliegen ist es dem Seniorenbeirat, das „Parcours-Laufen“ zu beenden, dass die Bützower derzeit ärgere. Denn wenn die Müllwerker Tonnen und Container nicht an ihren Platz zurückstellten, stünden die Behälter oft bis zum späten Nachmittag auf den Gehwegen – weil die Hausbesitzer oder Mieter erst dann von der Arbeit zurückkämen. Regina Büch-Hohlfeld hat das Problem bereits dem Bürgermeister geschildert, aber noch keine Rückmeldung erhalten.

Aktuell ist auch noch eine Verbesserung des Friedhof-Vorplatzes an der Wismarschen Straße. Dort seien die Eigentumsverhältnisse sehr schwierig, weiß die Bützowerin aus Gesprächen mit dem Bürgermeister. Sie hat regelmäßig Kontakt mit Christian Grüschow – ansonsten vereinbart die gebürtige Schwaanerin einen Termin mit ihm. Wichtig ist ihr auch, dass Radfahrer nicht auf den Bürgersteigen der Langenstraße in Bützow fahren. Die Warteräume der Ärzte in Bützow seien doch voll genug, und ihr seien einige solcher Unfälle mit Beteiligung von Senioren zu Ohren gekommen.

„Manches dauert eben“, hat sie gelernt. Aber der Seniorenbeirat bleibe am Ball. Eigentlich habe sie gar nicht dieses Amt haben wollen, sagt Regina Büch-Hohlfeld. Vor drei Jahren rutschte sie da rein, weil ihr Vorgänger aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Das Amt bedeutet mehr, als einmal im Monat eine Sitzung vorzubereiten und zu leiten. „Wenn ich zum Bäcker gehe, kann es schon mal zwei Stunden dauern, bis ich wieder zuhause bin“, erzählt sie.

Sie ist eine öffentliche Person, und sie hört sich gern an, was die Senioren ihr berichten. Von Vorteil sei, dass sie früher ins Bützower Internat gegangen sei und viele Bützower kenne. „Senioren“: Diese Bezeichnung gefällt ihr gar nicht. Die Bützowerin meint, dass damit „Alte gemeint sind, die hinterm Ofen sitzen und meckern.“ Sie selbst ist 65 Jahre alt, und laut Satzung aus dem Jahr 2000 vertritt der Seniorenbeirat die Belange von Menschen ab 55 Jahren.

Der Vorstand des Seniorenbeirats jedenfalls sitze keineswegs hinterm Ofen, auch wenn mal längere Zeit nichts von ihm zu hören ist. Am Anfang des Jahres stellt er einen Plan auf, um welche Themen er sich kümmern will. Dazu gehört auch die Planung der eigenen Veranstaltungen, die zurzeit auf Hochtouren läuft. Am Freitag, 14. Juni, von 10 bis 14 Uhr soll der nächste Seniorentag mit vielen Partnern aus der Region im und am Krummen Haus in Bützow stattfinden. „Er soll gemütlich, fröhlich und informativ werden“, wünscht sich die Vorsitzende.

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