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Bundestagswahl 2017 : Senioren wählen für die ARD

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Wahlbüros in Schwaan und Klueß für repräsentative Nachwahlerhebung durch Infratest dimap bestimmt

von
erstellt am 08.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Die Wähler im Wahlbüro des Seniorenklubs am Markt in Schwaan sowie im Wahlkreis Klueß spielen einen wichtigen Part zu einem gelingenden Wahlabend am 24. September. Dabei geht es hier nicht um das Ergebnis – diese Wahl steht natürlich jedem Bürger auch in diesem Wahlbezirk frei. Doch auch dank dieser Schwaaner Wähler erfährt die Republik schon um 18 Uhr, wie die Hochrechnung der Ergebnisse der Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag aussieht.

Wer liegt vorne in der Wählergunst, bekäme eine schwarz-grüne Konstellation die Mehrheit, könnte es doch ein rot-rot-grünes Bündnis geben, schafft es die FDP zurück in den Bundestag, oder wird voraussichtlich alles beim Alten bleiben, eine „Gro-Ko“ unausweichlich? Die erste Hochrechnung, die solche Fragen vielleicht schon beantworten kann oder zumindest die Tendenz aufzeigt, gibt es am Wahltag um 18 Uhr. Dann schließen die Wahllokale und eine Beeinflussung der Wähler ist dann mit dem Wissen um die Tendenz nicht mehr möglich. Wie aber machen die Umfrageinstitute das, dass sie in der Regel relativ gute, oft bis zum endgültigen Wahlergebnis zutreffende Prognosen zum Ausgang der Wahl stellen können?

Im Schwaaner Seniorenklub am Markt und in weiteren zwölf Wahlbezirken in Mecklenburg-Vorpommern können es die Wähler erleben. Dort im Wahlbüro sitzt oder steht an einem gesonderten Platz in der Nähe des Ausgangs ein Korrespondent von Infratest dimap und befragt nach der Wahl die Wähler stichprobenartig, wie sie abgestimmt haben. Das Institut ist von der ARD mit der repräsentativen Wahlforschung zur Wahlberichterstattung für die Bundestagswahl beauftragt. Was selbstverständlich erscheint, ist dennoch wichtig zu wissen: Die Abfrage erfolgt anonym und ist freiwillig. Lediglich nach Alter und Geschlecht wird noch gefragt. Was die Korrespondenten in den deutschlandweit insgesamt 624 Wahlbezirken auf diese Weise an Wahlergebnissen in ihrem Bereich erfassen, übermitteln sie stündlich in die Datenzentrale des ARD-Wahlstudios. Dort wird anhand aller Meldungen aus allen 624 Wahlbüros die Deutschlandtendenz errechnet, die um 18 Uhr als erstes über die Sender geht.

Anschließend wohnen die Wahlforscher der öffentlichen Auszählung der Stimmen im Wahlbüro bei, bekommen so aus erster Hand und auf dem schnellsten Weg das Endergebnis „ihres“ Wahlbezirks mit und senden dieses unverzüglich an das Fernsehstudio. Damit kann die ARD unmittelbar nach Auszählung des letzten Wahllokals das vorläufige, wenn auch noch inoffizielle Endergebnis bekannt geben.

Zusätzlich bitten die Korrespondenten einen Teil ihrer befragten Wähler, noch einen etwas längeren Fragebogen auszufüllen. Hier werden weitere, für die Wahlanalyse relevante Dinge erfragt. Und einmal, am Nachmittag, meldet der Korrespondent in Schwaan die Wahlbeteiligung ins Studio – für die Deutschland-Prognose.

 

 

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