Jürgenshagen : Senioren messen sich im Wettbewerb

Gabriele Haeger (links) versucht mit der Spitze des Kegels das Feld mit der höchsten Punktzahl zu treffen. Mitarbeiterin Regina Schlegel schaut genau hin, wo der Kegel landet.
Gabriele Haeger (links) versucht mit der Spitze des Kegels das Feld mit der höchsten Punktzahl zu treffen. Mitarbeiterin Regina Schlegel schaut genau hin, wo der Kegel landet. 

Männer und Frauen des Jürgenshäger Seniorenwohnparks feierten ein Sportfest / Neben Geschicklichkeitsübungen stand Gedächtnistraining auf dem Programm

svz.de von
16. Juni 2016, 05:00 Uhr

Sportlicher Wettbewerb in Jürgenshagen – doch nicht junge Erwachsene sondern rüstige Senioren traten gestern gegeneinander an. Veranstaltet wurde das Fest von den Mitarbeitern des Seniorenwohnparks in Jürgenshagen.

„Wir organisieren zum ersten Mal das Sportfest in der Einrichtung. Im vergangene Jahr waren wir mit den Senioren auf dem Sportplatz“, sagt Hausdame Margrit Fischer. Damals nahmen sogar zahlreiche Männer und Frauen aus Bützow am Wettbewerb teil, so Fischer. Dieses Mal hatten die Mitarbeiter anfangs die Befürchtung, es würden aufgrund des schlechten Wetters nicht viele Senioren zum Fest kommen. Doch pünktlich um 14 Uhr war der Veranstaltungsraum voll.

Gabriele Haeger machte den Anfang. Mit ihrem Rollstuhl fuhr sie zur ersten Station, an der sie einen an einer Schnur befestigten Kegel durch die Luft werfen musste. An der Spitze des Holzstücks war ein Nagel befestigt, mit dem auf einer Zielscheibe eine möglichst hohe Punktzahl getroffen werden sollte. „Das ging schwerer als gedacht“, sagte Haeger.

Doch von den möglichen 50 Punkte konnte sie 30 für sich verbuchen. Leichter fiel es ihr, die Aufgabe an der Ballstation zu meistern. „Ich habe früher Handball gespielt. Das sollte ich also hinbekommen“, sagte sie. Problemlos warf die Seniorin die Bälle durch die von einem Balken herabhängenden Ringe und erzielte dabei die volle Punktzahl.

Bei jeder Aufgabe galt es, das Punktekonto weiter zu füllen. „Wir haben die Teilnehmer in Altersgruppen eingeteilt. In jeder bekommen die ersten drei Plätze einen Preis. Der Sieger erhält eine Flasche Sekt, der Zweitplatzierte bekommt eine Gesichtscreme und für den dritten Platz gibt es eine Tafel Schokolade“, so Fischer.

Neben denKegel- und Ballstationen konnten die Senioren mit Pfeilen schießen, Ringe werfen und sich im Gummistiefelweitwurf messen. „Die Stiefel haben wir heute noch von meiner Tochter geklaut“, sagt Einsatzleiterin Manuela Brasch. Doch nicht nur körperlich sondern auch geistig wurden die Frauen und Männer gefordert. Bei Wohnparkmitarbeiterin Annett Wilde spielte jeder Teilnehmer eine Runde Stadt-Land-Fluss. Dabei waren sich einige der Senioren sehr erfolgreich. So konnte sich Walburga Pflughaupt nicht zurückhalten, mit ihrem Wissen ihren Konkurrenten zu helfen. „Ich kann nichts dafür. Ich habe in der Schule schon immer alles vorgesagt“, erzählt sie und lacht. Selbst hatte sie zum Buchstaben „E“ Begriffe zu nennen. Ihre Antworten kamen schnell, doch blieb ihr der letzte mögliche Punkt in der Kategorie „Gemüse“ verwehrt.

Nach dem Wettbewerb gab es für die Senioren Kaffee und Kuchen, was sich die Männer und Frauen in gemütlicher Runde schmecken ließen.

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